Freitag, 21.04.2017

Zwischen Eis und Feuer

"It is not the mountain we conquer but ourselves" – Edmund Hillary

Okaaaay, okay… Nachdem schon leichte Beschwerden laut geworden sind melde ich mich jetzt auch mal wieder. Aber es gab auch einfach nicht viel zu berichten von der Arbeit. Aber wie immer von vorne.

Dass Uli und ich wieder auf den Weingütern einen Job gefunden haben wusstet ihr ja bereits, somit verbrachten wir über 1,1/2 Monate damit Netze um die Trauben zu spannen, schlechte und falsche Trauben abzuschneiden und schließlich leckere Trauben in riesen Massen zu ernten. Abgesehen von 10 Tagen in denen wir durchgehend gut 10 Std. am Tag gearbeitet haben, haben wir dank des Wetters leider mal wieder weniger Stunden machen und somit weniger verdienen können als erhofft. Deswegen auch der lange Aufenthalt… Unser bisschen Freizeit verbrachten wir mit leckerem Kochen (daran habe ich echt Gefallen gefunden), Filme gucken, chillen, Kartenspielen und gelegentlich angeln gehen (wobei Uli meist nicht mitgekommen ist :D).

Nach viel zu langem Warten war es dann aber langsam mal Zeit sich Richtung Norden zu wenden und auf die Nordinsel zu fahren. Und auch wenn der Abschied von den neuen Freunden schwer gefallen ist, sind wir beide glücklich wieder unterwegs zu sein.

Am 13.04. ging es also von Blenheim zur Fähre nach Picton und mit dieser (für meiner Meinung nach viel zu teure 235$) mitsamt dem Van auf die Nordinsel. Die Fahrt war eigentlich recht entspannt, wäre ich nicht Seekrank geworden… jaaa ich und Seekrank. Ich habe keine Ahnung wie das passieren konnte, da ich eigentlich als Kind immer Boot gefahren bin und so. Aber egal, während Uli halb schlafend neben mit sitzt musste ich die Übelkeit über mich ergehen lassen und war sehr froh als wir endlich in Wellington angekommen sind.

Dort fanden wir zum Glück quasi mitten in der Statd einen Parkpatz auf dem wir kostenlos campen durften und warteten gespannt auf den Cyclon der in der Nacht über Wellington ziehen sollte. Jup wir nehmen alles mit, aber „leider“ war das Ganze nicht so stark wie vermutet und außer etwas starkem Wind und Hochwasser haben wir recht wenig davon mitbekommen, alles langweiliger als es sich anhört haha. Unseren nächsten Tag in Wellington verbrachten wir mit ein bisschen Bildung im Te Papa Museum und anschließend leckerem asiatischem Essen. Das Museum war echt klasse und zudem riesen groß und kostenlos. Besonders die Abteilungen über Vulkanismus, Erdbeben und Tiere fand ich super spannend.

Am nächsten Tag sind wir dann weiter Richtung Norden gefahren, um uns mit unserer Blenheim-Freundin Kira zu treffen um mit ihr ihre letzten Wochen auf Neuseeland zu verbringen. Einige hundert Kilometer weiter fuhren wir zum Tongariro National Park um dort zwei Tage später bei gutem Wetter den Tongariro Crossing zu wandern. Dies ist wohl der bekannteste Tagestrack in Neuseeland und führt 19,4 km durch eine wunderschöne Vulkanlandschaft. Für die 19,4 km brauchten wir gute 8 Stunden und gingen dabei Bergauf, bergab, wieder hoch und wieder runter. Als Laufmuffel war das besonders für mich eine echte Herausforderung und ich bin unglaublich stolz das geschafft zu haben. Belohnt wurde ich mit einer einzigartigen Landschaft, farbenfrohen und dampfenden Vulkanseen und dem Anblick vom Mt. Ngauruhoe oder für die Herr der Ringe Fans dem Mt. Doom in Mordor. Aber schaut euch einfach die Fotos an und seht selbst wie wunderschön es dort war.

Heute 3 Tage später leide ich immer noch an Muskelkater aber konnte schon wieder eine leichte 2 Stunden Wanderung am Mt. Taranaki aushalten. Morgen geht es weiter Richtung Waimoto, wo Uli und ich uns eine 5 Std Höhlentour mit Abseilen, Rafting und all son kram gebucht haben :)

Dann werde ich mich auch wieder regelmäßig melden und freue mich über Kommentare von eurer Seite! Bis dahin.

Sonntag, 26.02.2017

Und wieder Arbeit

If you climb into the saddle be ready for the ride.

Hallo aus dem wunderschönen Blenheim!
Ja genau Blenheim, jaaa genau da waren wir schon. Wieso wir hier jetzt wieder feststecken? Najaaa…
Alles fing damit an, dass Uli und ich uns vorgenommen haben wieder arbeiten zu gehen. Nach ein bisschen rumschreiben mit Freunden wollten wir uns mit Veli und Max in Motueka treffen um dort auf den Apfelfarmen Äpfel zu pflücken. Also trafen wir uns und fuhren alle Unternehmen ab um überall zu erfahren, dass es keinen Job gibt bzw. alle Plätze belegt sind. Wir sollten in einer Woche noch mal wieder kommen. Darauf hatten wir keine Lust, also schrieben wir einigen Contractorn in Blenheim und bekamen von Einem die Antwort, dass er einen Job für uns hat und wir morgen rumkommen sollen. Gesagt, getan. Wir fuhren also am nächsten Tag die 3 Stunden mit dem Auto nach Blenheim um dann zu erfahren, dass er die Jobs schon vergeben hatte. Bombenklasse das alles. Gefrustet fuhren wir wieder ins Blenheim Backpackers und trafen dort aaaaalle unsere Freunde vom November und Dezember wieder. Naja nicht alle aber wirklich viele, es war wie ein Wiedersehen nach langer bzw. nicht allzu langer Zeit. Durch Glück (und Connections) fanden wir am nächsten Tag direkt einen Job und starteten am Mittwoch wieder auf den Weingütern. WUHUm frühes Aufstehen und Muskelkater.
Also ja falls ihr die nächsten Wochen nichts hier hört: Wir arbeiten und versuchen Geld zu schöffeln.

Heute haben wir einen großen Familienausflug mit vielen Leuten aus dem Hostel gemacht: zum Rodeo.
Tatsächlich gehört Rodeo zu Neuseeland und ist hier reichlich beliebt. Dank so mancher Youtube-Videos und Berichten war und ist meine Meinung gegenüber Rodeo wirklich kritisch. In USA werden laut Medien die Tiere mit Elektroschocks und anderen Foltergeräten gequält um noch mehr zu Bocken etc. Aber da dies eine kleine Veranstaltung war und man ja bekanntlich nicht nur nach Vorurteilen gehen soll bin ich doch recht gespannt mitgekommen. Die Veranstaltung war mitten in der Pampa und ging ca. 4 Stunden. Da wir etwas spät los gekommen sind hatten wir ein wenig verpasst, kamen aber pünktlich zum ersten Bullenreiten an. Die Bullen (und später Pferde) kommen dazu in kleine Boxen und werden quasi vorbereitet. Dabei bekommen sie zumeist nur ein Seil um den Oberkörper und eins hinten um die Hüfte. In der Box waren alle Tiere wirklich entspannt. Keins wurde geschlagen, verletzt, war nervös oder wirklichem Stress ausgesetzt.
Dann wurde die Box geöffnet und der Reiter musste 8 Sekunden lang auf dem bockenden Bullen bzw. Pferd einhändig draufbleiben. Dabei sorgte hauptsächlich das Seil (man könnte es auch nen  Plüschgurt nennen) um die Hüfte dafür, dass das Tier bockt, denn das mögen sie nicht und wollen es loswerden. Nach 8 Sekunden (mal mehr, mal weniger) war das Ganze auch schon wieder vorbei. Das Seil um den Oberkörper ist automatisch abgefallen und die Tiere liefen recht fröhlich wieder in die Box und bekamen dort das andere Seil ab (wenn es nicht auch schon abgefallen ist). Die Cowboys hingegen mussten teils echt was einstecken und einer der auf seinen Kopf gefallen ist und direkt nach dem Aufstehen wieder umgekippt ist sah nicht besonders happy aus, aber selber Schuld :D. Auch wenn besonders die Pferde echte Luftsprünge gemacht haben, muss ich zugeben, dass keins wirklich gequält oder äußerst gestresst aussah. Neben den Rides gab es noch Barrel Race und andere lustige Attraktionen und dann war der Tag auch wieder vorbei.
Alles in allem bleibe ich dabei, dass Rodeo in irgendeiner Weise Belustigung auf „Kosten“ der Tiere ist, aber zumindest diese Veranstaltung wesentlich weniger schlimm oder brutal war als ich angenommen habe. Tatsächlich war es echt unterhaltsam und die Cowboys haben wesentlich mehr leiden müssen als die Tiere.

Joa wie gesagt wir arbeiten nun wieder für ein paar Wochen und machen uns dann auf zur Nordinsel! WUHU.
Bis dahin

Montag, 13.02.2017

Ein ganzes halbes Jahr...

I'm a traveller, not a tourist. 

Hallöchen aus dem schönen Sommer :)

Ja ich weiß ich habe mich schon wieder nen Monat lang nicht gemeldet, aaaaber… es gibt kein wirkliches aber in diesem Falle. Die nackte Wahrheit ist, dass ich es einfach immer weiter vor mir her geschoben habe. Aber nun ist es ja wieder so weit.

Fast ein halbes Jahr sind Uli und ich schon in Neuseeland. Wie Mama sagen würde „erst ein halbes Jahr…“ wie ich denke „Oh Gott schon ein halbes Jahr?!“ Diese letzten sechs Monate sind für Uli und mich quasi wie im Flug vergangen und kaum ist der Sommer da, ist er auch bald schon wieder vorbei… Die letzten Monate waren mehr als aufregend für uns und ich denke ich kann für Uli und mich sprechen, dass wir hier wirklich einiges Gelernt haben:
Zum einen, dass wir ein super Team sind. Neben minimalen Kabbeleien (meine Unordnung oder was denn heute wieder gegessen wird) haben wir uns hier nicht einmal gestritten oder sind uns auf die Nerven gegangen, was (wie ich finde) auf den wenigen Quadratmetern die wir haben wirklich eine Leistung ist.
Wir haben außerdem eine ganze Menge Selbstständigkeit gelernt. Unterwegs in einem Van, den man sein Zuhause nennt stößt man oft auf Situationen, an denen man am liebsten direkt Mutti (oder Papa) anrufen würde. Da das aber meist nicht geht, bzw. diese bei der Entfernung eh nicht helfen können, lernt man dann halt selber wie man einen Öl- und Ölfilterwechsel macht, wie man die quietschende Schiebetür repariert oder wie viel Druck die Reifen brauchen. Und wenn alles nichts hilft fragt man halt irgendwelche Kiwis ob sie einen helfen können.
Außerdem haben wir gelernt uns zu organisieren. Und ja ich bin immer noch ein Kaos-Mensch (an Mama), aber so ganz ohne Organisation wird der Trip schwer bzw. Kostspielig. Wann und wo können wir Wasser und Gas auffüllen? Wann wird was gekocht und wo ist der nächste günstige Supermarkt? Sind alle Vorgaben fürs Auto noch aktuell? Und so weiter und so fort.
Das wichtigste aber, was ich mit kompletter Sicherheit sagen kann, ist dass dies die beste Entscheidung war, die ich treffen konnte! Ich liebe und genieße jeden einzelnen Tag hier. Die kleinen Einschränkungen im Komfort (nicht allzu gemütliches Bett, keine Heizung im Winter, jeden Tag Geschirrspülen) werden durch die vielen Erlebnisse und durch dieses wunderschöne Land mehr als wettgemacht.
Auch wenn ich meine Familie und Freunde vermisse geht es mir hier bestens und ich fühle mich super wohl!!!

So genug gequatscht. Wer jetzt noch Lust hat zu lesen, darf auch noch erfahren, was im letzten Monat alles bei uns passiert ist.

Während Uli den ganzen Januar gefühlt nur am Fels hing (im wahrsten Sinne des Wortes), hatte ich durchs wwoofen eine sehr schöne Zeit in einer wundervollen Familie mit ebenso tollen Tieren. Neben den 13 Pferden leben dort noch die Hunde Zac und Phibie sowie die Katze Midnight. Mein Tagesablauf war entspannend simpel: Normalerweise bin ich so gegen 8-9 Uhr aufgestanden, habe mich um die Pferde gekümmert, etwas Garten oder Hausarbeit gemacht, Essen vorbereitet und bin geritten. Primär auf einer 4 Jährigen Quarterhorse Stute namens Slipper, die Gail und ich angefangen haben einzureiten. Abend wurde etwas TV geguckt und dann gings auch wieder ins Bett…
Laaaaaangweilig denken sich bestimmt einige von euch und ja das Traveln ist sicher aufregender, und ich kann mehr berichten, aber ich hatte eine tolle Zeit, die ich nicht missen wollen würde, eine wundervolle Neuseeland-Familie (die ich unglaublich vermissen werde) und super viel zum Thema Reiten und Arbeit mit Pferden gelernt.

Nach ca. einem Monat war meine wwoofing-Zeit bei Gail und Graeme schon wieder vorbei, doch die Wiedersehensfreude mit Uli war groß. Da wir herausgefunden haben, dass die Straße von Chritchurch nach Kaikoura, welches ja recht stark vom Erdbeben betroffen war, wieder offen ist, beschlossen wir genau dort hin zu fahren und unseren quasi verpassten Weihnachtsurlaub (haha Urlaub im Urlaub) nachzuholen. Ein paar seeeehr entspannte Tage dort krönten wir an unserem letzten Tag mit dem so ziemlich besten Erlebnis, welches ich gefühlt in meinem ganzen Leben hatte: Delfin schwimmen im Meer!
Bei einem sonnig-warmen Tag mit 24 Grad und einem wundervoll glatten Meer fuhren wir mit einer nicht allzu großen Gruppe (endlich mal ohne Asiaten, die anscheinen wirklich nicht schwimmen können) aufs offene Meer. Nach ca. 20-30 Minuten fanden wir bzw. die Crew vom Dolphin-Encounter die erste Delfingruppe von ungefähr 100-150 Duskydelfinen. Bewaffnet mit einem dicken Neoprenanzug, Schnorchel und Flossen, hopsten wir alle mitten in die Gruppe der Delfine. Wie wir zuvor gelernt hatten, war unser Job, die Delfine mehr zu bespaßen als anders herum. Sprich je interessanter man für die Delfine ist, desto näher kommen sie und desto länger bleiben sie. Also versuchten wir alle krampfhaft die Delfine im recht trüben Wasser zu finden, mit ihnen zu schwimmen und dabei noch lauthals durch den Schnorchel irgendwelche Lieder zu trällern. War für Außenstehende sicher ein Bild für die Götter. Wenn die Delfine das Interesse verloren haben ging es zurück aufs Boot und 3 Minuten weiter zur nächsten Gruppe. Die zweite Gruppe mit der wir geschwommen sind war so ziemlich die neugierigste Gruppe. Die Delfine umzirkelten einen und kamen uns so unglaublich nahe, dass man sie fast berühren konnte. Wirklich ein einzigartiges Erlebnis! Nach 4 Mal ins Wasser und wieder raus wurden dann die Kameras geschnappt und wir fuhren noch gut 20 Minuten mit der Gruppe um die Wette. Die Delfine haben dabei zum Teil riesige Sprünge gemacht und das Wettrennen mit dem Boot sichtlich genossen. Jaaa also bestes Erlebnis überhaupt!

Nach Kaikoura beschlossen wir noch einige Orte erneut zu besuchen, durch die wir in der Vergangenheit etwas durchgehetzt sind, um dann bald langsam die Nordinsel anzupeilen. Auf dem Weg haben wir einige Tage am Lake Pukaki verbracht, dem gefühlt blauesten See den es gibt. Obwohl jeden Tag Regen angesagt war hatten wir täglich blauen Himmel und Sonnenschein und nutzten ebenso einen Tag um zum Mount Cook zu fahren. Der Mt Cook oder auch Aoraki genannt ist mit über 3700 Metern der höchste Berg Neuseelands. Ein wunderschöner Treck führte ca. 2 Stunden vom Parkplatz bis an den Fuß des Berges. Genau dort ist ein Gletscher, der in einem See endet in welchem sogar kleine Eisberge schwammen. Kaum vorzustellen bei gut 25 Grad und Sommer…

Weiter ging es an einen See, an dem ich mal wieder angeln wollte, bzw. es auch getan habe… erfolglos leider. Der See wimmelt nur so von Lachs, welcher dort in einer speziellen Anlage gezüchtet wird und da immer mal wieder einige Tiere entwischen gibt es im See halt auch viele. Somit stellte ich mich neben ein älteres Ehepaar und versuchte mein Glück. Leider warn die Biester aber zu schlau und verhöhnten uns quasi, indem sie vor unserer Nase aus dem Wasser sprangen, aber nie anbissen, weder bei mir noch bei wen anders in der Nähe. Allerdings kam ich mit dem älteren Ehepaar ins Gespräch und diese boten mir an, in Nelson mit ihnen mit dem Boot raus zu fahren zum Angeln. Also doch noch ein erfolgreicher Tag.

Jaaaa und jetzt sind wir in Wanaka, also in der Nähe von Queenstown und brechen bald wieder auf um die Westküste Richtung Wanaka hoch zu fahren.

Jetzt seid ihr endlich wieder alle auf dem Stand der Dinge und ich werde versuchen wieder etwas regelmäßiger zu Bloggen. Bis dahin!

Dusky Dolphin Jump! Mt Cook Awesome Treck to Mt Cook

Samstag, 07.01.2017

Das neue Jahr beginnt...

Do more what makes you happy.

Huhu ihr Lieben, da bin ich mal wieder und wünsche euch allen en frohes Neues! Endlich geht es weiter mit unseren Erlebnissen, also fangen wir gleich an.

Wie im letzten Blog geschrieben, sind Uli und ich seit dem 26.12. wieder auf der Straße unterwegs. Da die direkte Verbindung nach Christchurch immer noch gesperrt ist (und wohl noch lange sein wird) mussten wir einen kleinen aber netten Umweg nehmen. Somit fuhren wir über das Landesinnere richtung Süden, vorbei am Nelson Lake, wunderschönen Landschaften und einem riesen Wasserfall. Zurzeit blühen überall lila und gelbe Blumen und geben der Landschaft durch diese zusätzlichen Farben noch das i-Tüpfelchen. Leider gibt es auf der Strecke sonst recht wenig zu sehen, da sie normalerweise wenig genutzt wird, aber man will sich ja nicht beschweren.
Unsere erste Nacht verbrachten wir auf einem kostenlosen Stellplatz in den Hanmer Springs. Dort machten wir am nächsten Tag auch einen kleinen Trip auf einen Berg von dem aus man eine super Aussicht über das „Städtchen“ hatte. Städtchen ist schon fast übertrieben, Hanmer Springs erinnerten uns mehr an einen kleinen Kurort in Bayern: Hügel, Blumen, Nadelbäume, kleine Hütten etc. Echt schön dort aber was leider auffiel war, dass inzwischen die Ferien begonnen hatten und es echt voll war überall.
Weiter ging es nach Christchurch und direkt auf einen freien Campingplatz in der Nähe. Da das Wetter echt mistig war beschlossen wir einfach 1-2 Tage mal nichts zu tun. Nichts heißt soviel wie im Bett liegen, lesen, Nintendo daddeln, Musik hören und futtern… HERRLICH!
Am 30.12 fuhren wir dann zu unserer auserwählten Silvesterlocation: Dem Lake Clearwater (bzw. haben wir inzwischen herausgefunden, dass der Lake Clearwater neben unserem See ist und unserer Lake Camp hieß…), an dem wir unsere erste Nacht im freien verbracht hatten.
Unser Plan: möglichst wenig Menschen um uns herum, Stille, Lagerfeuer und Gemütlichkeit. Ja ich weiß spieeeeßig aber eigentlich echt nen guter Plan, welcher so vollkommen zerstört wurde. Nach knapp 2 Stunden gefühlt nur geradeaus fahren (hier sind die Straßen teils einfach mit nem Lineal durchs Land gezogen worden und man fährt mit 100km/h nur geraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaadeaus.) kamen wir an und waren mitten in der Pampa und sahen Menschen, Menschen und noch mehr Menschen. Dazu zich Zelte, Autos, Wohnmobile, Jet Skis, Boote, Quads, Crossmaschienen und so weiter. Ganz großartig. Direkt waren wir von den Crossmaschienen (die so super laut sind) genervt und suchten uns einen Stellplatz am äußersten Rand des Platzes.
Ja unser Silvester war also etwas anders als erwartet eher laut und nervig, da gefühlt alle 14-18 jähirgen aus allen umliegenden Dörfern (im Umkreis von 100km) an diesen einen See waren und sich dann ganz cool um 14 Uhr schon betrinken mussten. Dazu waren die Mädels noch in Miniminishorts (obwohl es echt kühl war) und geschminkt…………..
Najaaaa lassen wir uns nicht unterkriegen und machen ein kleines Lagerfeuer und Stockbrot - so unser Plan. Doch kaum hielt ich mein Stockbrot übers Feuer, stoppte ein Streifenwagen neben unserem Van (was zum Teufel machten die dort mitten im Nirgendwo?) und meinte es wäre nicht so die gute Idee mit den Feuer, da es zu windig ist und bla bla. Also machten wir den Mist wieder aus, setzten uns in den Van und betranken und mit Jägermeister.
Haha klingt wahrscheinlich etwas verzweifelt (was wir in der Tat auch waren), aber letzten Endes war es doch ein schöner Abend, denn ich hatte Uli bei mir und mehr braucht Jessi nicht :).
Nachdem wir am nächsten Morgen ausgeschlafen hatten, machten wir uns wieder auf den Weg nach Christchurch, denn Ulis Freund Dennis, der zuvor in Australien war, wartete dort schon auf uns.

Drei Tage später trennten sich Ulis und meine Wege. Badummmm… Haha nein natürlich nicht wirklich. Wir hatten lediglich beschlossen für einen Monat unterschiedliche Dinge zu machen: Uli und Dennis werden den nächsten Monat mit bouldern und klettern verbringen. Da mir das doch etwas zu viel gewesen wäre habe ich eine Familie gesucht, bei der ich wwoofen konnte. Wuff-was? Denken sich wahrscheinlich viele von euch. Wwoof ist quasi eine weltweite Plattform, über die man gegen ca. 4-5 Stunden Arbeit am Tag bei einer Familie wohnen kann und Verpflegung bekommt. Zumeist handelt es sich um Höfe, an denen etwas angebaut wird oder so, oder wie in meinem Fall Höfe mit Tieren etc.
45 Minuten nördlich von Christchurch war ich gefühlt im nirgendwo am Ziel angekommen und wurde super herzlich von Gail, Graeme und dessen Hunden in Empfang genommen. Nachdem wir (Uli und Dennis waren auch noch da) uns etwas zusammengesetzt haben und einen Tee bzw. Kaffe getrunken haben war mir schnell klar, dass ich mich hier wirklich wohlfühlen würde. Besonders verstärkt wurde dieses Gefühl noch, nachdem ich deren Pferde (allesamt westerngerittene Quarter Horses) kennengelernt hatte. Somit packte ich meine Sachen aus dem Van und verabschiedete mich von Uli und Dennis, die sich direkt nach Castle Hill aufmachten.
Nun bin ich schon 4 Tage hier und wie vorhergesagt fühle ich mich super wohl. Gail und Graeme haben mich quasi direkt in die Familie aufgenommen und behandeln mich wie eine Gasttochter. Gail und ich trainieren täglich 2-3 Pferde, darunter eine fast rohe 4-jährige Stute, und ich habe jetzt schon super viel gelernt. Neben der Arbeit mit den Pferden werde ich, wenn die beiden wieder zur Arbeit gehen, etwas das Haus putzen und die Tiere füttern. Also recht entspannt.

Wie ihr seht gehts uns hier immernoch super und joa... ich denke der nächste Eintrag kommt noch diesen Monat. Bis dahin :) 

Vineyard work Nelson Lake Waterfall Hanmer Springs

Donnerstag, 29.12.2016

Jingle Bells, jingle bells,…

Halli hallo, da bin ich wieder. Erst einmal hoffe ich ihr hattet alle fröhliche, entspannte und sehr besinnliche Weihnachten. Denn genau das ist mein Thema für heute: Weihnachten.

Es ist ja nicht mein erstes Weihnachten weit weg von zuhause. 2014 habe ich einen wundervollen Heiligabend mit meinen Freunden Jeremy aus Kanada und Nicole aus Deutschland verbracht. Aber gerade zu Weihnachten fällt es einem doch sehr auf, wie weit man eigentlich von zu Hause weg ist…

Weihnachtsstimmung kommt bei täglich 15-20°C (mal mehr mal weniger) nur schwer auf. Im Hostel haben wir wirklich krampfhaft versucht in Stimmung zu kommen… Jason und Gerrit kauften einen kleinen, verkrüppelten Weihnachtsbaum und schmückten ihn mit einer Lichterkette und vielen Bierflaschen auf dem Boden, es wurden fleißig Weihnachtskekse gebacken, die auch bei Hitze schmecken, Susi machte Bratapfel, für den man hier in NZ leider kein Marzipan findet und sogar einen Weihnachtskalender haben Uli und ich uns gekauft. Genau dieser bringt bei den Temperaturen hier so gar kein Spaß, da die Mistschokolade eher halb flüssig ist und man den eher aus der Form lutschen statt rausnehmen muss… JUHU!

Naja aber Weihnachten so ganz ohne Weihnachten geht ja auch nicht und so wurde ich durch einen dummen Zufall mit in die Weihnachtsparty-Organisation vom Hostel reingezogen… noch mehr JUHU! Nicht! Der Plan war ein großes BBQ mit ca. 140 Leuten, mit Buffet und Würstchen und Truthahn und tralala. Susi (voll in Weihnachtsstimmung) organisierte noch eine riesen Wichtelrunde, gegen die ich (Grinch) mich erstmal mächtig wehren musste. BBQ ist ja okay aber nicht noch ne riesen Geschenkerunde wo man sich über irgend nen Mist freuen muss. Sollen die mal machen.

Irgendwann war es denn so weit und alles war mehr schlecht als recht durchgeplant, aber es lief erstaunlich gut. Das Hostel stellte neben den ganzen Grills, Tischen, etc. etliche Kilo Würstchen und Buletten, fetten Truthahn mit Bacon, Brote, 5 kg Kirschen und viele Liter Bier. Zumindest ein paar Leute hatten was fürs Buffet dazugesteuert wie z.B. Minipizzen von Uli und mir, ne leckere Bowle, Kuchen, Kekse, Nudelsalat, etc. Zudem hatten Uli und ich uns noch im Sonderangebot ne Flasche gin für 33$ gekauft, die Feier konnte also losgehen. Es wurde dann reichlich gegessen und getrunken und da es leider nicht allzu warm war gingen wir später wieder in die Küche um weiter zu trinken. Dann kann noch unser Chef vom Vineyard vorbei und spendierte 3x12 Flaschen Originales Becks! Das ist hier so verdammt teuer. Insofern: DANKE!

Jaaa wie ihr merkt war unser Weihnachten mehr ein Sommerfest als ruhige und besinnliche Feiertage, was ich auch gar nicht schlimm finde. Ja und jetzt sind Uli und ich endlich wieder on Tour! Aber das kommt im nächsten Beitrag wahrscheinlich schon ganz bald…
Bis dahin!

Mittwoch, 14.12.2016

Mampf und so

Einkaufen, kochen, essen…

Wuhu! Heute nehme ich mir neben der Arbeit mal die Zeit für einen kleinen Blogeintrag. Ich will euch mal ein wenig über unsere Kochkünste und die Essenspreise erzählen, aber vorher noch kurz was in letzter Zeit so passiert ist:

Die letzten Wochen waren in der Tat relativ ereignislos. Morgens stehen wir früh auf, gehen arbeiten, kommen zurück, essen und schlafen. Dazwischen quatschen wir oft mit neuen Bekanntschaften und Freunden aus dem Hostel oder gehen in die Stadt. Nachdem wir ca. 1,1/2 Wochen Budrubbing machen mussten, haben wir anschließend einige Tage die kleinen Pflanzen mit einer Schutzhüllen abgedeckt und dann mit whire lifting angefangen. Dabei werden die Pflanzen quasi zwischen Drähten eingeklemmt, damit sie nicht abbrechen. Leider hatten wir - typisch Frühling - oft Regen und durften/sollten/wollten dann nicht arbeiten. Somit war unser Verdienst nur mehr oder minder befriedigend. Als ich an einem Tag wieder genervt war, dass wir nicht arbeiten konnten guckte ich etwas im Internet und fand einen neuen Job in einer Art Café und wurde dort für 45 Std. die Woche angenommen. WUHU! Die Arbeit dort bringt wirklich Spaß. Sandwiches und Meatpies machen, Kram schnibbeln, Abwasch machen usw. mittags können wir uns was zu Essen nehmen und wenn am Abend was über ist können wir auch das mitnehmen. Also eine Win-win-Situation. Leider ist zur Zeit aber weniger los als normal zu dieser Zeit, sodass ich eine Woche weniger als erwartet dort arbeiten kann und somit nächste Woche wieder auf das Weingut darf… Juhuuuuuu…

Na gut nun aber zum eigentlichen Thema, dem Essen. Generell muss man bei unseren Essgewohnheiten etwas unterscheiden: Zwischen unterwegs und auf dem Campingplatz…

Zum Frühstück gibt es wenn wir unterwegs sind quasi täglich Müsli. Da fertig gekauftes Müsli aber sehr teuer ist, haben wir uns eine große Tubberdose gekauft und machen unser eigenes Müsli: Haferflocken, billige Schokopuffs, Schokidrops, Nüsse, Kokosflocken und Cranberrys werden zusammengekippt, ne Banane reingeschnitten und fertig. Wenn wir einmal alles kaufen können wir ca. 3-4 mal unsere Tubberdose füllen und daraus essen wir so manche Tage. Immer noch nicht billig aber in Ordnung.
Im Hostel oder auf Campingplätzen können wir natürlich viel mehr variieren. Müsli, Toast, Sandwich, Eier,… eigentlich essen wir worauf wir Lust haben. Ein paar kleine Abstriche müssen wir beim Nutella machen, da ein großes Glas 10$ kostet, auch Käse ist relativ teuer. Dafür haben wir hier sehr günstige Peanutbutter :) auch haben wir zwei Dinge für uns entdeckt: Süßkartoffel-Kürbis-Hummus und Sweatfruit Cutney… JUMMIII!

Unser Mittagessen ist sowohl unterwegs als auch im Hostel relativ unspannend. Da wir eigentlich immer in irgendeiner Weise unterwegs sind gibt es Sandwiches, irgendwas vom Vortag, Dosenkram wie z.B. baked beans oder Obst. Ich brauch ja meist eh nicht viel zum Mittag aber Uli ist da meist hungriger als ich.

Zum Abendessen wird dann gekocht und da ist es gerade wenn wir unterwegs sind nicht so einfach, da wir nur zwei Gasherdplatten, sowie einen Top und ne große und ne kleine Pfanne haben. Also gibt es viel Pasta (bevorzugt mit Tomatensauce und Dosen-Thunfisch), Gemüse-Curry-Pfanne (mit vieeeel Süßkartoffel), Suppe, Wraps, Burger oder Pfannkuchen, ab und zu auch mal teures Fleisch. Und dann wieder von vorne.
Hier im Hostel hingegen werde ich gefühlt zum Koch und Bäcker. Alle möglichen Gerichte werden ausprobiert, zum Beispiel machen wir sehr gerne wir Pizza, mit selbstgemachten Teig oder green Curry. Oh und Nachspeisen und Kekse und so: Ich habe schoooon fried Banana gemacht und Apple cumble und Kokoskekse und Haferkekse und ach alles Mögliche!

Wer coole und möglichst gering aufwändige Kochideen hat kann mir diese gern schicken oder in die Kommentar schreiben. Ich würde mich freuen!

Kommen wir noch kurz zum bisher wenig angesprochenen Postenpunkt, denn hier ist super viel super teuer:

Gemüse:
Gemüse ist immer abhängig von der Saison aber reichlich teuer, hier ein paar Beispiele…
Als wir angekommen sind, sind uns bei dem Preis der Tomaten fast die Augen ausgefallen - 9$ für EIN KILO! Aktuell sind wir bei 2$ pro Kilo was völlig okay ist. Salat hat bei unserer Ankunft ca. 4$ für ein Kopf gekostet, jetzt etwas unter 2$. Paprikas kosten immer noch 2$ pro Stück und ein Kilo Pilze lässt sich 9-10$ kosten! Kartoffeln und Süßkartoffeln, sowie Zwiebeln und Kürbis sind vom Preis her bisher immer okay und somit eigentlich immer im Einkaufswagen.

Obst:
Auch Obst ist sehr variabel von der Jahreszeit. Grüne Kiwis bekommt man bisher fast immer für ca. 2$ das Kilo. Goldene Kiwis ändern ihren Preis immer mal wieder, mal sind sie teurer mal günstiger als die Grünen. Äpfel kosten ca 3$ das Kilo du Bananen auch ungefähr. Anderes Obst gibt es oft nur Saisonbedingt. Gestern haben wir das erste Mal Pfirsiche im Supermarkt gesehen. Auch gibt es inzwischen Kirschen (10-15$ das Kilo) und Erdbeeren (noch quasi unbezahlbar…

Fleisch und Fisch:           
Man mag ja meinen, dass gerade Fisch hier günstig ist, aaaaber dem ist leider nicht so. 100g kosten zwischen 3-xx$ je nach Fisch. Dafür habe ich mir aber ne Angel gekauft und fange hoffentlich irgendwann nen Fisch. Fleisch ist auch nicht wirklich günstig, aber im Supermarkt gibt es oft Angebote, die es Bezahlbar machen.

Sonstiges:
Ja sonst ist alles minimal teurer oder gleich teuer als in Deutschland. Wir kaufen viel „value“ also die Eigenmarke von Pack’n’Save und sparen damit etwas Geld. Süßigkeiten gibt es leider nicht sooo viel Auswahl als zu Hause, aaaber es gibt so  große Boxen wo man sich Tüten selber zusammenstellen kann. Man fühlt sich etwas wie damals als Mama einen 50 Pfennig gegeben hat… Hihi.

So das reicht jetzt erstmal. Wir werden noch bis zum 23.12 Arbeiten und dann feiern wir nun hier in Blenheim Weihnachten mit ganz vielen Leuten, da Kaikoura leider immer noch recht gesperrt ist. Und daaaaaann… das werdet ihr bald erfahren! Bis dahin!

Samstag, 19.11.2016

Erdbeben - was geht'n?

Wo ich nach Feierabend kurz Zeit gefunden habe, möchte ich mit meinem ersten „off topic“ beginnen, also einem Bericht, der mal keine schönen Bilder enthält und auch nicht direkt von unserer Reise handelt. Ich möchte euch heute ein wenig Erzählen, wie wir das Erdbeben hier erleb haben. Aber lest gern selbst…

Wie wahrscheinlich alle mitbekommen haben, hatten wir auf der Nacht von letztem Sonntag auf Montag ein schlimmes Erdbeben in Neuseeland.

Da wir Montag arbeiten sollten gingen wir wie immer früh zu Bett und schliefen noch vor 22 Uhr friedlich ein… und gegen 00 Uhr wurden wir förmlich aus dem Schlaf gerüttelt. Zunächst dachten wir, es sei wieder ein Besoffener gegen unser Auto gelaufen - da wir in einer Backpacker Unterkunft wohnen, ist das nicht ganz abwegig und uns am Tag zuvor auch schon passiert (hast du toll gemacht Gerrit :D). Doch komischerweise merkten wir schnell, dass es sich nicht anfühlte, als ob Einer, sondern 20 Leute unseren Van versuchten umzukippen. Nach der ersten Verwirrung sagte ich nur „Erdbeben!“ und war direkt hellwach. Die nächsten 30 Sekunden (oder waren es 2 Minuten?) verharrten wir wackelnd im Auto, hielten uns und ein paar Dinge etwas an den Seiten fest und konnten recht wenig tun. Angst hatten wir keine, denn im Auto konnte uns soweit ja nichts auf den Kopf fallen, doch ich war echt sehr erschrocken von dem Erdbeben.
Uli fand das ganze irgendwie eher weniger spannend und ging nach dem Erdbeben kurz auf die Toilette, freute sich, dass er noch über 5 Std schlafen konnte und legte sich in aller Ruhe wieder ins Bett.
Ich hingegen fand das Ganze viel zu aufregend und komisch, und zudem wurde wir alle paar Minuten von weiteren, recht intensiven Nachbeben gerüttelt. Als Norddeutscher hat man ja wirklich keinerlei Ideen von Erdbeben. Zunächst dachte ich, so ein Erdbeben ist normal in Neuseeland, hier soll es sowas ja oft geben. Da nichts kaputt gegangen ist bei uns, wusste ich auch nicht ob es ein dolles oder eher normales Erdbeben war. Als dann aber der Besitzer der Unterkunft überall rumgegangen ist, um zu fragen ob alle okay sind sagte er mir das war ein sehr schweres Beben und sowas kommt eigentlich nie vor etc… Also checkte ich weiter die News, welche wie ihr ja selber wahrscheinlich mitbekommen habt voll von Erdbeben-Infos waren und benachrichtige alle möglichen Leute (Familie und Freunde) dass es uns gut geht. Als irgendwann noch eine Tsunamiwarnung rausging konnte ich natürlich noch weniger schlafen, da wir „nur“ 7 km von der Küste entfernt waren und mir das reichlich wenig vorkam. Uli murmelte im Halbschlaf nur, dass das unmöglich zu uns kommen kann und schlief weiter.
Auch ich konnte gegen 3 Uhr oder so nochmal einschlafen und war dankbar über die SMS meines Chefs, dass wir später mit der Arbeit anfangen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir, machten uns bei weiteren Nachbeben fertig und trafen uns wie immer mit unserem Chef vor der Tankstelle. Dort erfuhren wir, dass die Straße nach Seddon und somit zu den Weinfeldern gesperrt ist und wir wieder gehen konnten. Nun gut ich war eh müde.

Wie ihr also lesen könnt, war das Erdbeben bei uns, obwohl wir nur ca. 150km vom Zentrum des Bebens entfernt waren, weder allzu schlimm noch allzu spannend. In Blenheim wo wir gerade wohnen sind viele Sachen aus den Regalen gefallen, einige Scheiben sind gesprungen, aber das war es dann auch.

Viel schlimmer hat es leider unseren bisherigen Lieblingsort Kaikoura getroffen, in dem wir eigentlich Weihnachten verbringen wollten. Einige Bilder habt ihr vielleicht in den Nachrichten gesehen… Der Haupthighway von und nach Kaikoura geht direkt an der Küste und den Bergen entlang. Das Beben hat dort die Straßen aufgebrochen (an einer Stelle ist in der Straße wohl ein Absatz von 4m), die Straßen verschüttet und so ziemlich alles lahm gelegt bzw. zerstört. Zum Glück ist Kaikoura wirklich ein kleines Örtchen und somit der Schaden wesentlich geringer als beim Beben 2011. Laut Nachrichten liegt Kaikoura nun allerdings ca. 70cm höher als zuvor und die Südinsel ist 2m an die Nordinsel gerutscht.

Wir sind auf jeden Fall froh nicht dort gewesen zu sein und überlegen jetzt was wir den Weihnachten machen, da wir bezweifeln, dass bis dahin die Situation einigermaßen okay sein wird. Mal gucken.

So, das wars auch schon was ich zu sagen hatte :) Ich bin nicht wirklich sicher ob euch das so interessiert oder auch nicht, aber viel erleben wir gerade nicht, da wir ja immer noch fleißig Arbeiten. Aber dazu irgendwann anders wieder mehr.

Bis dahin!

Freitag, 11.11.2016

Arbeit auf den Vineyards

Good things come to those who wait. But better things come to those who work for it.

Hallöchen! Eeeendlich kann ich mich wieder bei euch melden. Warum das nicht möglich war? Nunjaaaa leider hat sich Uli ausversehen auf meinen Laptop gesetzt. Der ist als wir kurz aufstehen wollten und ich ihn zur Seite gelegt habe vom Kissen gerutscht und genau dahin wo Uli sich in dem Moment wieder hingesetzt hat. Knack kaputt war der Bildschirm. Somit fuhren wir am nächsten Tag zu den Computer Doctors in Christchurch um ihn dort reparieren zu lassen… Großartig.

Aber ich überspringe schon wieder Tage. Erstmal zurück. Zwischen Dunedin und Christchurch lagen natürlich wieder einige aufregende Tage vor uns. Da wir diese Strecke aber schon recht ausführlich bereist sind gab es zumindest für Uli und mich nicht viel neues aber es war trotzdem schön: Wir fuhren erneut zu dem Katiki Point um Pinguine und Seelöwen zu sehen. Diesmal sahen wir dort sogar ganz viele der seltenen Gelbaugenpinguine. Soo süß! Dann ging es nochmal zu den Moerakibouldern und zum Mount Sunday. Von dort fuhren wir nach Castle Hill um erneut bouldern zu gehen, und am letzten gemeinsamen Tag gings nach Akaroa. Das ganze bei superschönen Wetter mit Sonnenschein.

Am 02.11. hieß es dann wieder Abschied nehmen, da Deniz wieder ins kalte Deutschland musste. Es war eine echt schöne Zeit zu dritt!

Ja und dann passierte das Missgeschick mit meinem Laptop. Nachdem wir diesen abgegeben hatten machten wir uns auf nach Dunedin, welches wir nach 5 Stunden Fahrt erreichten (so langsam gewöhne ich mich ans viele Autofahren). In und um Dunedin sind hunderte Weinfelder (vineyards) auf denen zur Zeit viele Arbeiter gesucht werden, und da die letzten zwei Monate recht teuer waren dachten wir uns gehen wir bis Weihnachten mal arbeiten.

Wir leben nun in einer Backpackerunterkunft auf einem Stellplatz in unserem Van und haben hier (mehr schlechtes als rechtes) Wlan, Duschen, Küchen, Grillplatz, usw. Über diese Unterkunft haben wir auch eine Liste zu contractors bekommen und nach 2 Tagen telefonieren auch schon einen Job gefunden. WUHU – dachten wir und stürzten uns (obwohl wir gelesen haben die Arbeit ist sehr anstrengend) recht motiviert in den ersten Tag. Auf dem Vineyard erklärte uns Sonu unser Supervisor die Aufgabe: An allen Pflanzen ab Kniehöhe bis zum Boden die kleinen Sprösslinge abrubbeln, damit die Pflanze die Energie in den oberen Teil lenkt. Das Ganze nennt man hier bud rubbing. Bud rubbing = butt fucking! Ja es klingt einfach und ja es ist auch theoretisch eine einfache und sehr sehr stupide Arbeit, aaaaber bückt euch mal 3000-4000 mal innerhalb von 7-8 Stunden also so im 4 Sekundentankt… Ich kann wirklich aus Überzeugung sagen ich habe noch nie so körperlich hart gearbeitet! Am Sonntag hatten wir zum Glück frei und sowohl Uli als auch ich konnten uns kaum mehr bewegen. Vom unteren Rücken, über Po und Beine tat uns alles so sehr weh. Verständlich, dass wir uns den Tag fast nicht bewegt haben.

Für die Arbeit gibt es dann auch nur den Mindeslohn von 15,25$ + Urlaubszuschlag von 8% oder so. Wenn wir „Glück“ haben werden wir auch pro Pflanze bezahlt, dann kann man mehr verdienen, muss sich aber noch mehr beeilen.

Nun machen wir diese Arbeit schon 5 Tage (heute ist aufgrund von Regen frei) und so langsam schwinden die Schmerzen. Außer die vom Sonnenbrand, den wir uns natürlich erstmal zugezogen haben… Klar ist die Arbeit an sich sehr anstrengend, wir müssen viel zu früh aufstehen und wir essen und trinken wie die Scheunendrescher, da wir einfach durchgehend schwitzen und Energie verbrauchen, aaaaaaber unsere Muskeln gewöhnen sich von Tag zu Tag mehr an die Belastung. Außerdem müssen wir das mit viel Glück nur noch 1-2 Tage machen und haben dann andere Arbeit auf den Vineyards. Mal gucken wie das wird.

Planmäßig bleiben und arbeiten wir hier bis zum 22 Dezember um zu arbeiten und Geld zu sparen, um es erstmal für die Laptopreparatur wieder auszugeben. 300$ hat der Mist gekostet, aber wir hoffen unsere Haftpflicht übernimmt die Kosten *daumen drück*. Also: Spenden um unsere armen Körper zu entlasten und nicht mehr arbeiten zu müssen werden gern angenommen – HAHA!

So jetzt werden wir erstmal Einkaufen gehen und dann melde ich mich die Tage wenn ich dazu komme mit einen paar anderen Themen.

Bis dahin!

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 28.10.2016

Viel zu erleben...

Strap yourself to a beautiful stranger. - Skydive Wanaka

Alohahoahe!
Da will ich unsere kostenlosen 200mb doch mal für ein kleines oder größeres Update nutzen.

Zunächst einmal: uns geht’s gut wir leben, sind gesund und munter. Alle die, die sich dem nur vergewissern wollten können jetzt aufhören zu lesen… Nein quatsch ich freue mich echt über die hohen Besucherzahlen meines Blogs und auch immer wieder über Feedback und Kommentare. Sonst würde das echt wenig Spaß machen alles zu schreiben ;).

Also los geht’s… Wie ich schon schrieb war unser nächster Plan nach der Abel Tasman Tour der Franz-Josef Gletscher. Das ist ein riesiger Gletscher mitten in den Bergen der Westküste. Der Weg dorthin war zunächst erstmal etwas verwirrend. Ohne großartig auf google Maps zu gucken fuhren wir fröhlich am Abel Tasman Nationalpark vorbei und möglichst die Nordküste entlang. Was wir leider nicht wussten ist, dass im Nordwesten der Weg aufgrund eines anderen Nationalparks nicht weiter ging und somit mussten wir einige ein bis zweihundert Kilometer zurück fahren, um auf den richtigen Weg zu kommen. Schön war der „Umweg“ trotzdem, denn wir kamen zu einer der größten und klarsten Quellen der Welt und genossen tolle Aussichten.

Weiter auf dem Weg kamen wir an den Pancake Rocks vorbei, welche ihren Namen durch ihre Struktur bekommen haben: Sie sehen aus wie zig Pancakes bzw. Pfannkuchen übereinander gestapelt. Dank des rauen Wellengangs krachten die Wellen nur so gegen die Felsen und das Wasser schoss meterweit nach oben.

Dann ging es immer weiter in die Berge und leider verschlechterte sich das Wetter seitdem immer mehr. Bei Wolken und milden Temperaturen kamen wir am Franz Josef Gletscher an. Um den zu erreichen brauchte es lediglich 45 Minuten vom unglaublich vollen Parkplatz durch ein super schönes und imposantes Tal mit vielen kleineren Wasserfällen, bis einige hundert Meter vor den Gletscher. Leider darf man (wenn man nicht gerade mit dem Heli hinfliegt) nicht allzu nahe an den Gletscher ran, aufgrund von zig Gefahren (ausrutschen, Steinfall, Boden kann sich lösen, bla bla). Ließen wir also sein.

Weiter ging es über das wunderschönen Wanaka bis nach Queenstown. Von dort buchten wir einen Skydive bzw. Tandemsprung. Der kostete für Uli und mich je ca. 210€ für 12.000ft und für Deniz ca. 280€ für 15.000ft. Am nächsten Tag mussten wir früüüüh morgens, um 5:30 aufstehen, um gegen 7 noch im Halbschlaf in Queenstown zu sein. Dort wurden wir mit nem Bus abgeholt und zurück nach Wanaka chauffiert, da dort der Sprung am schönsten sein sollte. Angekommen gab es eine recht kurze Einweisung und nach einigem Warten ging es endlich los. Mit dem Flugzeug flogen wir hoch, und höher und noch höher, bis über die kleinen Wolken auf knapp 4.000 Meter Höhe. Da außer Uli und mir anscheinend alle zu viel Geld hatten und aus 15.000ft gesprungen sind, war Uli als Erster dran…. Und dann kam ich dran. Aus dem Flugzeug fielen wir nur so der Erde entgegen, und nach der ersten Schocksekunde konnte ich nicht anders als nur noch vor Freude zu schreien und zu lachen. Viel zu schnell waren die 40 Sekunden freier Flug vorbei und der Fallschirm ging auf. Dann drückte mir mein „Kerl auf dem Rücken“ oder auch „beautiful stranger“ die Enden des Fallschirms in die Hand und ließ mich ganz alleine lenken. Also zog ich so doll ich konnte (und mit etwas Unterstützung) an einem Ende um mich im Kreis zu drehen. Auch der Flug war leider zu schnell vorbei und wieder gelandet grinste ich wie ein Honigkuchenpferd und wollte direkt wieder in die Luft. Leider kommt das Geld aber nicht aus dem Po, insofern…

Gegen 12 waren wie wieder in Queenstown, liefen noch etwas durch die Gegend und aßen beim wohl Neuseelandweit bekannten und angeblich einem der besten Burgerrestaurants „Furge Burger“ zu Mittag.

Weiter ging es zur Westküste und dann Richtung Milford Sound. Dort campten wir an einem Campingplatz, an dem Lagerfeuer erlaubt waren (das ist hier nicht besonders oft). Also muss man dann auch ein Lagerfeuer machen und zu Lagerfeuer gehört natürlich Stockbrot. Fröhlich bereitete ich einen Teig zu, wir sammelten Feuerholz… uuuuund es begann zu regnen. Als es aufhörte versuchten wir unser Glück und mit viel Mühe und Not bekamen wir nach ungefähr 45 Minuten das Holz endlich zum Brennen. Kaum holte ich das Stockbrot raus fing es wieder an zu regnen… DANKE MUTTER NATUR, ICH GEHE SCHLAFEN!

Am nächsten Tag machten wie eine Bootsfahrt am Milfors Sound, einem der „Naturwunder“ Neuseelands. Trotz Regen kann man diese unglaublich schöne Natur kaum beschreiben. Hohe Berge in den Fjorden, Wasserfälle und Meer. So so schön!

Ja und nun sind wir wieder kurz vor Dunedin und machen uns weiter auf den Weg zurück nach Christchurch, da Deniz am 2.11. seinen Flug bekommen muss. Währenddessen sind Uli und ich auf der Suche nach einen Job, um unser Geld wieder etwas aufzustocken.

Wenn wir was gefunden haben oder etwas Spannendes passiert melde ich mich wieder.
Bis dahin :)

Freitag, 21.10.2016

Reise mit Freunden

“Wherever you go becomes a part of you somehow.” ― Anita Desai

 

*Wir sind die drei besten Freunde die man sich nur wünschen kann, lalala* Jaaa, da sind wir wieder. Nun nicht mehr zu zweit, sondern zu dritt. Mein bester Freund Deniz ist vor etwas über einer Woche zu Besuch gekommen und seitdem haben wir, wie mag man es auch anders erwarten, super viel gesehen und erlebt. Aber wieder von vorne…

Unser Weg von Queenstown nach Christchurch verlief vergleichsweise ruhig, da auf der Strecke nicht so super viel zu sehen ist bis auf Berge und noch mehr Berge (was aber auch ein wirklich toller Ausblick ist). Einer der Highlights des Weges waren ein Kanal und See in einem so unglaublich strahlenden blau, dass es aussieht wie aus einem Malbuch. Die Fotos zeigen es besser als man es erklären kann, aber ich habe bisher noch nie so schöne Farben in der Natur gesehen.

Auch sehr cool war unsere erste 4-Jahreszeiten-Begegnung mit Neuseeland. Zuvor konnten wir uns kaum vorstellen wie man quasi 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben soll aber es geht. Morgens wachten wir bei 3°C etwas frierend (trotz langer Kleidung und zwei Decken) auf. In der Nacht waren die Temperaturen noch etwas kälter. Beim Frühstück und einem heißen Tee wurde die Sonne immer intensiver und wärmer, sodass wir zum Mittag hin wie zum Frühsommer in T-Shirt und leichter Jacke draußen sein konnten. Einige Stunden und Kilometer weiter wurde es plötzlich Herbst/Frühling, die Wolken zogen sich zusammen und es goss und windete für einige Stunden und die Temperaturen vielen wieder um etliche Grade.

In Christchurch angekommen füllten wir unsere Einkäufe und den Tank wieder auf und kauften ein gebrauchtes Boulder-Guidebuch von Will ab. Den Verkaufsartikel haben wir bei Facebook entdeckt und als wir uns das Buch bei ihm abholten und uns noch etwas unterhielten bot er uns noch an bei ihm auf der Couch oder im Van auf seinem Parkplatz zu schlafen. Das zeigte mal wieder wie offen und hilfsbereit die Neuseeländer waren, denn da er und sein Mitbewohner morgens zur Arbeit mussten, überließen sie uns ihre Bude einfach so. Da man kostenloses Wifi, Dusche und Küche nicht einfach ausschlägt und es nach einem gemeinsamen Burger-essen auch schon spät, nahmen wir das Angebot dankend an und machten es uns gemütlich. Leider machte mir in der Nacht mein Weisheitszahn einige Probleme und ich bekam nicht allzu viel Schlaf aber es wurde am nächsten Tag wieder besser.

Nun hatten wir noch 3 Tage bis Deniz kam und fuhren endlich nach Castle Hill zum bouldern. Das Gebiet ist wirklich riesig, viel größer als die Elephant Rocks und wir schafften an einem Tag nur ein klitzekleines Stück (vielleicht so 10 von mehr als 5300 Routen). Leider regnete es am nächsten Tag aber wir werden uns bald nochmal mehr Zeit für das Gebiet nehmen.

Dann war Deniz endlich da und wir machten uns auf den Weg die Ostküste hinauf. Dabei kamen wir an eigenartigen Felsformationen vorbei, sahen etliche Robben, hatten atemberaubende Aussichten, lernten witzige und sehr gesprächige Neuseeländer kennen (von dem ich ganz tolle Muscheln und Kochideen bekommen habe), sahen Wasserfälle, fuhren Kilometer für Kilometer über eine Schotterpiste und noch viel, viel mehr.

Während der Tage wurde das Wetter immer besser und die Kleidung immer kürzer (sehr zum Vergnügen der Sandflys, die mich trotz Spray zum fressen gern haben). An einer kleinen verlassenen Bucht ging Deniz sogar schon ins (für mich doch recht kalte) Wasser und ja was soll ich sagen es ist und bleibt einfach schön hier. Jeder Ausblick und ist er noch so ähnlich wie der Vorherige ist immer wieder atemberaubend und einzigartig.

Vorgestern machten wir dann im Abel Tasman Nationalpark, einem der wohl bekanntesten Nationalparks Neuseelands eine Hike und Kayak Tour für ca. 100€ pro Person. Gegen 9 fuhren wir mit einem Boot zum Hike, welcher sehr entspannt und echt schön war. Leider schaffte ich Tollpatsch es mal wieder meinen Fuß umzuknicken und humpel seitdem etwas aber das wird schon. Nach 3 Stunden durch den Regenwald kamen wir an einer Bucht an und wurden dort nach einem kleinen Lunch wieder mit einem Boot zu unseren Kayaks gefahren. In einer recht kleinen Gruppe mit ca. 5 Kayaks fuhren wir zu einer kleinen Insel an der Seelöwen im Wasser spielten und wieder zurück zum Festland. Wir waren gute zwei Stunden unterwegs und jaaa… einierseits war es eine coole Erfahrung, das Wetter war toll und die Aussicht ebenso, aber Ulis und mein Sport wird das nicht. :D In den Schultern habe ich immer noch Muskelkater und das paddeln empfanden wir beide für reichlich anstrengend. Dementsprechend vielen wir am Abend auch gegen 8 totmüde ins Bett und schliefen sofort ein.

Nun sind wir bereits wieder an der Westküste und werden in den nächsten Tagen den Franz Josef Gletscher erreichen und dann weiter Richtung Queenstown fahren. Dann werde ich bestimmt wieder vieles zu berichten haben! Wenn ihr sonst über irgendwas einen Blogeintrag haben wollt über irgendwelche Themen dann schreibt es gern ins Kommentar und ich versuche mir was auszudenken… hier ein paar mögliche Themen: Das leben in einem Van – Beziehungsleben auf engem Raum, die Campingplätze auf Neuseeland – welches Klo ist das Beste?, Kosten auf Neuseeland – was esse ich wenn eine Paprika 3$ kostet?, Kochen mit einem Gaskocher – wie Ernähre ich meinen hungrigen Freund?, Das Leben als Tollpatsch -  wie viele Stöße kann mein Kopf noch vertragen?

Ach was weiß ich. Ich freue mich auf jeden Fall über Fragen oder Themenideen, denn es wird fast etwas schwer immer zu schreiben wie toll es hier ist und wie schön und toll und toll und so ;)

Bis dahin!

*Ps. bald werden noch ein paar mehr Bilder hier eingefügt, ich muss langsam schlafen und habe keine Zeit mehr sie zu bearbeiten :)*

 

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