Sonntag, 03.12.2017

Das Ende einer aufregenden Reise

Hallöchen ihr Lieben :)
Da es den gaaanzen Tag heute regnen soll melde ich mich doch noch ein letztes Mal. Ich hab den Blogeintrag diesmal echt aufgeschoben, da ich mich einfach nicht dazu aufraffen konnte über Kambodscha zu schrieben. Kann ich um ehrlich zu sein auch immer noch nicht :D Um es kurz zu sagen war Kambodscha einfach nicht so unsers. Trotzdem eine „kurze Zusammenfassug“, da einige Sachen einfach wichtig sind…
Die ersten Tage verbrachten wir in Phnom Penh, einer unglaublich unschönen und langweiligen Stadt. Das spannendste und auch schockierendste was wir uns angeschaut haben, waren zwei Genozid-Gedenkorte, die Killing Fields und das Gefängnis S21 und hier kommen wir besonders zu dem Punkt den ich erzählen muss, da ich selber davon vor meinem Besuch in Kambodscha nichts wusste.

Also ein bisschen Geschichte: 1975 gelangen die Roten Khmer unter Pol Pot an die Macht in Kambodscha. Pol Pot machte die Unterschiede von Stadt und Land für die Armut Kambodschas verantwortlich. Für ihn ergab alles ländliche einen Sinn und alles städtische war schlecht, wodurch die Idee vom kommunistischen Agrarstaat geboren wurde. Die Roten Khmer leerten ganze Städte, insbesondere Leute die keine Schwielen an den Händen hatten oder eine Brille trugen wurden getötet, sie zwangen Menschen zu Feldarbeit und Unterricht, Kunst und Religion wurden verboten. Innerhalb von vier Jahren wurden unter Pol Pots Regime rund 2 Millionen Kambodschaner umgebracht, das entsprach ca. einem Drittel der Gesamtbevölkerung Kambodschas. Mit Audioguide gingen wir zunächst durch die Killing Fields, einem Ort an denen hunderte Menschen ihr Leben verloren haben. Alles was irgendwie als Waffe genutzt werden konnte wurde genutzt, Patronen waren teuer, und so wurden Menschen mit Hacken, Schaufeln und anderen Gegenständen ermordet und in Massengräbern vergraben. Es gibt einen Baum an dem kleine Kinder und Babys gegengeschmettert wurden um sie zu töten. Man kann sich kaum vorstellen wie schlimm es dort damals gewesen sein muss. Als Gedenkstätte wurde ein riesiger Turm errichtet, in denen hunderte menschlicher Schädel ausgestellt sind. Ziemlich Krass... Auch das Gefängnis S21 ließ uns schlucken. Vieles wurde so erhalten wie es gefunden wurde. Kleine Zellen, Foltergeräte und Weiteres. Durch den Audioguide erfuhren wir über die „Regeln und Gebote“ sowie die Zustände im Gefängnis. Jaaa… ein harter Tag aber ich denke besonders da es erst vor so wenigen Jahren passiert ist, ist es wichtig davon zu wissen.................

Nach Phnom Penh fuhren wir nach Sihanoukville und von da mit dem Boot auf die Insel Koh Rong Samloem wo wir 6 Tage verbrachten. Danach ging es noch nach Siem Reap und Angkor Wat, was echt eindrucksvoll war (und teuer :D). Und dann war es das auch schon mit Kambodscha. Wie gesagt vieles war irgendwie nicht so wie wir es uns erhofft haben und bevor ich mich quäle meinen eigenen Blog zu schreiben, wird das mal übersprungen. Die letzten zwei Wochen waren eh viel besser also auf nach
THAILAND!

Am 14. November also vor etwas über 2 Wochen kamen wir nach einer entspannten Fahrt mit dem Giant Ibis Bus in Bangkok an! WUHU! Und mussten uns erstmal von der Bangkok Innenstadt zu unserem Hostel schlagen. Auf dem Weg von Kambodscha nach Thailand haben wir noch Louisa kennen gelernt, die ganz zufällig in einem Hostel auf der anderen Straßenseite von unserem hatte. Also konnte man sich ein Taxi teilen. Leider kamen wir genau zur rush-hour an, sodass uns kein Taxi mit nem Taximeter mitnehmen wollte „no too much traffic, no meter“. Großartig. Nach einer Weile fanden wir dann noch ein Taxi mit dem wir einen akzeptablen Preis aushandeln konnten. Kurz nach der Ankunft in unserem Hostel kam dann auch Thomas an :) WUHU erneut Besuch von einem Freund aus Deutschland!! Nach dicker Begrüßung gönnten wir uns ein erstes gemeinsames Abendessen und purzelten dann alle ziemlich müde ins Bett.
Unseren ersten Tag in Bangkok mussten wir erstmal ins Einkaufszentrum um eine Simkarte zu holen und Geld umzutauschen. Dank der (behiiinderten) Regelung, dass man bei Einreise nach Thailand ca. 500€ cash pro Person dabei haben soll hatten Uli und ich also dezent viel Geld was gewechselt werden musste und fanden zum Glück ein Unternehmen bei dem wir zu einem super geilen Kurs unser Geld von USD zu Bath wechseln konnten. Anschließend fuhren wir 4 (Uli, Thomas, Louisa und ich) in die Stadt für etwas Sightseeing. Da an dem Tag aber anscheinend der neue König in Bangkok unterwegs war (oder so) war so ziemlich viel los und n paar Orte gesperrt, aber am Ende konnten wir noch ein paar schöne Tempel sehen und lecker Essen.
Am nächsten Tag wollten wir noch einige weitere Tempel und Kram sehen, also ging es wieder mit dem Boot in die Innenstadt und dann mithilfe von unserem Freund google maps zu Fuß weiter. Dieser Freund schickte uns dann auch durch irgendwelche komischen Seitengassen wo plötzlich n blöder kläffender Beagle (Hund) auf uns zukam. Erst schnupperte er kurz an mir, um uns dann weiter anzubellen. Wir ignorierten ihn und gingen im normalen Tempo die Gasse weiter, doch der blöde Hund kam uns kläffend und schnappend hinterher und zwickte dabei Thomas ins Bein. (Falls irgendwelche Leute jetzt sagen „öh n Hund beißt nicht einfach so bla bla“, das war ne Seitenstraße die direkt von der Hauptstraße abging und da waren noch andere Menschen, hier in Thailand werden Hunde oft kaum bis gar nicht erzogen, teils getreten usw. ob der jetzt sein Revier verteidigen wollte oder einfach nur keine fremden Menschen mag was weiß ich, aber wir haben den in keiner Weise provoziert oder irgendwas gemacht dass er Grund hatte zu beißen.) Na wie dem auch sei, Thailand ist Thailand also ging es mit Thomas erstmal ins Krankenhaus für Tetanus und Tollwutspritze. Und mal wieder war ich fasziniert von asiatischen Krankenhäusern. Kaum waren wir angekommen und haben ein Formular ausgefüllt wurde Thomas auch schon behandelt und war innerhalb von 15 Minuten fertig. Daaaann schauten wir uns noch Chinatown an und fuhren ins Cafe... In DAS Cafe: KATZENCAFE!!! BÄM Jessi im Himmel :D Ein Cafe voll mit flauschigen, süßen, lieben Katzen! OMG ich war unglaublich Glücklich haha. Abends fuhren wir dann noch in die berühmte Khao San Road um Grillen zu probieren… die Grillen, nicht das Grillen :D Ich fand es ja ganzschön bäh aber Uli und Thomas meinten die sind wie Chips… ich weiß ja nicht…
Also wie ihr seht hatten wir spannende Tage in Bangkok und viel Spaß. Weiter ging es mit dem Flug nach Chiang Mai, wo wir weitere 5 Tage verbrachten.

Den ersten Tag besichtigten wir noch weitere Tempel bei brütender Hitze. Und ich muss sagen wenn man 1-2 Tage Tempel besichtigt reicht es dann auch irgendwie :D. Ja und am nächsten Tag ging so ein weiterer kleiner Traum in Erfüllung: Früh morgens wurden wir abgeholt und fuhren ca. 2,1/2 Stunden außerhalb Chiang Mai in den Dschungel zu den Elefanten!
Seit einigen Jahren werden Elephant Sanctuaries also Unternehmen die Elefanten retten und ähnliche Unternehmen immer größer und bekannter in Thailand. Zum Glück! Leider werden Elefanten täglich immer noch von hunderten von Touristen geritten. Vielen (bestimmt auch einigen von denen die den Blog lesen) ist einfach nicht bewusst was den Elefanten in dieser Industrie angetan wird. Babys werden zu früh von ihren Mütten getrennt, irgendwo in mini Käfigen eingesperrt und festgebunden und anschließend so lange misshandelt bis quasi deren Seele bricht und sie sich dem Willen der Menschen fügen. Das ganze wird Phajaan genannt oder auch „the crush“. Außerdem werden viele Elefanten vor und nach dem Reiten an ca. 10cm kurzen Ketten am Boden angebunden und können weder laufen noch sonst irgendwas machen. (Haben wir tatsächlich am Straßenrand gesehen und dumme Touristen halten an und freuen sich über Fotos von Elefanten). Also bitte bitte KEIN Elefantenreiten in Thailand oder sonst wo!!
Ja eigentlich wollten wir zum Elephant Nature Park, dem wohl größten Unternehmen das Elefanten rettet, doch leider mussten wir feststellen, dass man das wohl 4 Monate früher hätte buchen müssen. So wurde ich nach weiterer Recherche aufmerksam auf Elephants at home, wo täglich nur 6-8 Besucher mit den Elefanten interagieren können. Angekommen im Dschungel waren sie also auf einem freien Patz ohne Zäune oder Ähnliches versammelt und mit Bambus gefüttet. Pro Elefant war ein „Aufpasser“ einer aus dem Dorf die auf die Elefanten achten und dabei halfen unseren Aufenthalt einmalig UND sicher zu gestalten. Zudem wurden die ganze Zeit von einem Mitarbeiter tolle Fotos gemacht die wir am Ende alle bekommen haben. Am Anfang hatten wir alle noch Berührungsängste, direkt neben diesen Riesen zu stehen ist echt unendlich eindrucksvoll, aber je mehr Zeit verging desto mutiger wurde man. Nach einem ausgiebigen Kennenlernen bekamen wir immer zu zweit einen Elefanten „zugeteilt“ den wir zunächst mit leckeren Bananen fütterten. Auch wurde uns erklärt, dass die Elefanten mithilfe von Futter einige Kommandos gelernt hatten (an die sie sich mehr oder weniger hielten haha).
Anschließend ging es in den Fluss wo wir mit den Elefanten plantschten, ne Wasserschlacht veranstalteten und die Elefanten schrubbten. Auch wenn sich die Elefanten auf Kommando hinlegten konnten sie selbst entscheiden wann sie aufstehen wollten, aber man sah sichtlich, dass sie das Bad sehr genossen. Weiter ging es auf einen Spaziergang durch den Dschungel bis zu einem schönen Wasserfall, bei dem wir uns zunächst von den Elefanten verabschiedeten und ein leckeres Mittagessen bekamen. Später kamen die Elefanten dann wieder um mit uns zu baden! Und da brauchten die Elefanten keine zweite Einladung. Mit Freude schmissen sie sich ins Wasser, wälzten sich umher und genossen das kühle Nass. SOSOSO ein toller Tag und jedem zu empfehlen! <3 Fotos sagen auch hier denke ich mehr als 1000 Worte.
Gegen 6/7 waren wir dann auch erst wieder heim und total platt. Aber definitiv ein Highlight der Reise!
Am nächsten Tag ging die Action weiter bei einer Cooking class. Da uns die in Vietnam so gut gefallen hat machten wir also noch eine in Chiang Mai und lernten dabei sooo viele Gerichte zu kochen und Teils ware die so einfach! Wer in Deutschland ne Kopie der Rezepte haben mag kann gern Bescheid sagen :).
Außerdem erkundeten wir in Chiang Mai noch die Stadt, den Night Market, gönnten uns ne Massage (Reisen ist ja bekanntlich sehr anstrengend) und genossen die Zeit.

Dann ging es für die letzten 5 gemeinsamen Tage nach Pai, was Nordwestlich von Chiang Mai nahe der Malaysischen Grenze liegt. Und ich muss sagen ich hab mich etwas in Pai verliebt. Theoretisch ist es nur ein kleines Städtchen vollgepackt mit Backpackern und Touristen aber irgendwie hat es echt Charme. Einen kleinen Markt, wenig Verkehr und tolle Natur. Für den zweiten Tag in Pai buchten wir eine Tour die zunächst zu den Lod Caves ging, eine riesen Tropfsteinhöhle ca 1,1/2 Stunden von Pai entfernt. Ich bekam mal wieder geil Reiseübelkeit, da die Strecke nur aus Hügeln und Kurven bestand aber es hat sich trotzdem gelohnt. Anschließend fuhren wir auf ein Bad zu heißen Quellen, die mehr warm als heiß waren aber es war super schön. Außerdem ging es noch zu einem Wasserfall und dem Pai Canyon, an dem es aber so doll geregnet hat, dass wir da nochmal an einem anderen Tag hingefahren sind.
Somit nahmen wir und am anderen Tag noch zwei Roller und fuhren durch die Gegend zu tollen Landschaften und ja hatten einfach ne unglaublich coole Zeit.

Und dann hieß es nach knapp 2 gemeinsamen Wochen auch schon wieder Abschied nehmen. Thomas ist zurück nach Bangkok und dann wieder heim geflogen und Uli und ich in den Süden nach Krabi. Unser Plan war knapp 2 Wochen Strandurlaub zu genießen, doch leider ist das Wetter mehr bewölkt mit einigen schauern, aber wir machen das Beste draus! Von der Zeit werde ich dann privat und live berichten :D Ich freue mich schon super Familie und Freunde wieder zu sehen und jaa das wird toll.
Also MAN SIEHT SICH!! <3

Montag, 30.10.2017

Schönes Vietnam

Argh auch wenn ich mich später freuen werde meinen Blog zu lesen ist es doch manchmal echt anstregend ihn zu schreiben, vor allem wenn man es immer weiter verschiebt und verschiebt und immer mehr und mehr dazu kommt, aber nützt ja nichts also auf die Plätze, fertig, los!

Vietnam, mein wunderschönes und tolles Vietnam. Zum zweiten Mal durfte ich nun dieses Land bereisen und bin wieder und immer noch begeistert. Anders als 2014/2015 ging es diesmal andersrum von Hanoi also dem Norden in den Süden nach Ho Chi Minh, wo wir gerade unsere letzten Tage verbringen.
Also am Anfang war da Hanoi. Laut, voll, heiß und bunt. Hunderte neuer und alter Gerüche, Geschmäcker und Augenblicke, dazu 30°C im Schatten und so hohe Luftfeuchtigkeit, dass einem nach 2 Minuten der Schweiß auf der Stirn steht… anders kann man es nicht beschreiben. Genauer gesagt ist die Altstadt bzw. das Zentrum Hanois einfach unendlich voll. Gefühlt jede Straße hat ein Thema (Kledung, Schuhe, Leder, Schmuck,…) und jeder Laden verkauft zu 70% das Gleiche wie die Läden daneben. In der Mitte ist ein wunderschöner See und überall leckeres Essen. Nach unserer Ankunft gab es für uns aber nur ein Essen: Banh Mie! Das ist quasi ein einfaches lecker belegtes Baguette. WOOOW denken sich jetzt viele, aber wenn man bedenkt, dass wir als Deutschen quasi über nen Jahr kaum gutes und vor allem Knackiges Brot/Brötchen gesehen haben kann uns sicher verstehen… Also erst mal Banh Mie essen und einen frischen Passionfruitsaft trinken. Noch so etwas, was mein absoluter Favorit ist. Da Passionsfrüchte oder auch Maracuja hier wachsen gibt es lecker frisch gepresste Säfte für ca. 1€ (mal mehr mal weniger). Nach einigen Tagen in Hanoi und vieeeelen leckeren und vor allem frischem Essen machten wir uns mit dem Bus auf in Richtung Sapa.
Sapa ist eine kleine Stadt in den Bergen im Norden Vietnams, nahe der chinesischen Grenze. Theoretisch ist das Gesamte Gebiet um Sapa mit Reisfeldern bebaut und bietet eine unglaubliche Aussicht etc. Praktisch hatten wir Pech mit dem Wetter, sodass es täglich stark geregnet hat und somit die Farben und alles eher bedeckt war. Nun gut man kann nicht alles haben. Zwei Wasserfälle besuchten wir trotzdem und genossen die Tage bei angenehmeren Temperaturen.
Nach Sapa verbrachten wir einen weiteren sonnigen Tag in Hanoi und buchten uns eine Halong Bay Bootstour für die nächsten 1,1/2 Tage. Morgens um 8 sollten wir abgeholt werden und es regnete wie aus Eimern. Große klasse, dachten wir aber naja gebucht ist gebucht. Also ab in den Bus und 4 Stunden zur Bucht. Angekommen regnete es immer noch unendlich stark. Zur Abfahrt gab es erstmal ein leckeres Mittagessen und sobald wir den Hafen verlassen haben klarte sich wie durch Zauberhand der Himmel und es wurde trocken und schön! So konnten wir draußen die atemberaubende Natur genießen und fuhren zu der Tropfsteinhöhle „Surprising Cave“. Anschließend regnete es zwar wieder, aber da als nächstes Baden anstand, war das auch recht wumpe. Ja dann gab es ne heiße Dusche und lecker Abendessen mir Fisch, Fleisch, Muscheln, Garnelen und was nicht allem. LECKER! Den nächsten Tag gingen wir dann noch Kajak fahren (diesmal wesentlich weniger schlimm als in Able Tasman… hat sogar Spaß gemacht) und dann wieder zurück nach Hanoi.

Nach Hanoi gibt es im Sleeping Bus, ja ein Bus mit quasi Liege-Sitzen, über Nacht ca. 12 Stunden lang nach Hue. In Hue waren wir im Four Season Hotel, was leider nicht das ist was ihr vielleicht denkt, sondern einfach nur nen kleines Hotel, aber doch das beste unserer Vietnamreise. Nach einer anstrengenden 12 Stunden Fahrt mit einigermaßen (wenig) Schlaf kamen wir im Hotel an und wurden erstmal mit leckerem Frühstück und frischen Saft (aus einer riesen Auswahl) bedient. Das Zimmer war auch super und die Besitzer einfach super süß. Nach einer kurzen Erholung besuchten wir den Tag über noch die Zitadelle von Hue und gingen Pizza essen :) So eine super leckere Pizza hatten wir seit über nen Jahr nicht gehabt also vor allem essenstechnisch ein sehr erfolgreicher Tag, auch wenn die Zitadelle auch echt schön war hihi. Auch in den nächsten zwei Tagen wurde das Hotel mit uneingeschränkten Frühstück (sowohl Uhrzeit war egal als auch wie viel man essen wollte) und dem lieben Personal zu unserem Favourite. Wir schauten uns noch zwei Grabmäler an, die eher kleinen Palästen ähnelten und nach 3 Nächten ging es dann weiter nach Hoi An, einer meiner absoluten Lieblingsorte quasi von allen die ich kenne…

Hoi An kann man sich etwa vorstellen wie einen mini-Ausschnitt aus Venedig mit vietnamesischen Touch und vielen Schneidereien. Dank meinem letzten Vietnamurlaub wusste ich wie sehr ich diesen Ort mag, sodass wir direkt 5 Nächte in einem netten Homestay/Hotel buchten. Da Hoi An wie gesagt die Schneider-Stadt ist kamen wir nicht drum rum uns etwas Maßschneidern zu lassen. Ich ließ mir wie schon 2014 eine dickere Jacke und ein paar Ledersandalen machen, während Uli etwas in die Tasche griff um sich einen super schönen und guten Anzug machen zu lassen. Dazu noch passende Lederschuhe und Gürtel und eine Jacke. Man gönnt sich ja auch sonst nichts :). Die nächsten Tage verbrachten wir damit in der Stadt rumzulaufen, lecker zu essen, an den Strand zu fahren, die Marmorberge anzuschauen und eine Cooking-Class zu machen. Alles in allem mit die schönsten und entspannendsten Tage in Vietnam.

Von Hoi An aus ging es dann weiter mit dem Bus nach Mui Ne (diesmal nicht nach Nha Trang, da das wie ich auf der letzten Reise feststellen musste quasi das Mallorca der Russen ist). Mui Ne bzw. das Randgebiet wo alle Hotels etc. sind ist theoretisch nicht allzu spektakulär, eine Straße, ein bisschen Strand, Hotels und Restaurants. Allerdings gibt es eine kleine ca. Stunden lange Tour, zu verschieden farbigen Dünen, in denen man sich fühlt als sei man mitten in der Wüste. Seeeeehr schön!

Dann ging es noch weiter über eine sehr sehr holprige Straße ins bergige Da Lat und damit leider auch in den Regen. Quasi die ganze Fahrt und so ziemlich unseren ganzen Aufenthalt lang hat es fast durchgehend geregnet. Angekommen gegen 18 Uhr bekamen wir vom Hostel eine Einladung zum (kostenlosen) gemeinsamen Dinner mit allen die neu angekommen sind. Das Essen war super lecker und man lernte direkt neue Leute von quasi überall her kennen. Mit der ganzen Gruppe gingen wir nach dem Abendessen noch in die Maze Bar, einer Bar die innen quasi ein Labyrinth aus Wänden und Treppen ist. (Als Deutscher kaum vorstellbar so ganz ohne Notausgänge du Wegweiser :D) Endlich am oberen Barbereich angekommen gönnten wir uns einen weiteren Drink und genossen einen gemeinsamen Abend. Am nächsten Tag gingen wir während einer etwas längeren Trockenphase zum Crazy House, einem noch verrückteren Gebäude als es die Maze Bar war und genossen auf dem Rückweg wieder einen starken Regenschauer, der den Rest des Tages anhielt… Den nächsten Tag wollten wir eigentlich mit nem Roller zu ein paar Wasserfällen fahren, doch da der Wetterbericht wieder viel Regen vorhersagte, entschieden wir mit Bobby (einem Amerikaner den wir am ersten Abend kennengelernt haben) zu der nicht allzu weit entfernten Gondel zu gehen und eine kleine Fahrt zum See zu machen. Dank google Maps wurden wir auf dem Weg dahin 2 mal quasi in die Gärten von irgendwelchen Leuten geführt, doch dann kamen wir doch irgendwie an… und die Gondel fuhr nicht. „Come back at 1“ hieß es, und da das nur 45 Minuten waren gingen wir ins anliegende Cafe und aßen leckere heiße Waffeln mit Schoki. LECKER! Dann ging es 4km mit der Gondel zu einem Tempel am See, den wir uns anschauten und später wieder zurück (dann auch mit dem Taxi, da der Regen inzwischen so schlimm war, dass wir sogar bis zum Taxi klitsch nass wurden. Ja nicht ganz wie erwartet aber trotzdem ein toller Tag.

Zuletzt waren wir jetzt 3 Tage in Ho Chi Minh und haben ziemlich viel nichts gemacht. Ein bisschen rumlaufen, shoppen, essen (neben unserem Hotel fanden wir die ABC Bakery in der es sogar deutsche Vollkornbrötchen gab) und nichts tun war für die letzten Tage in Vietnam echt super. Und nun sind wir im Bus nach Kamboscha, wo wie die nächsten 2,1/2 Wochen verbringen werden.

Fertig :D Und ja ich weiß der Bericht ist wesentlich weniger Ausführlich als die meisten anderen, aber insbesondere da ich von vielen Teilen Vietnams schon einen Blog geschrieben habe (www.ahoi-bali.auslandsblog.de) und immer unmotivierter werde zu schreiben ist das definitiv besser als gar nichts ;) Ich werde mich während oder ggf. nach Kambodscha wieder melden und dann bin ich bald auch wieder heim und kann alles richtig erzählen :) Bis dahin!

Ps. Da ich mich nicht dazu aufraffen kann Bilder zu bearbeiten ein paar schöne Bilder vom Handy anbei :)



Dienstag, 03.10.2017

Mehr von Java

Da hatte ich doch glatt nen Berucht geschrieben und vergessen ihn zu posten x) nun denn there we go:

Achjaaaa und da ist schon wieder fast nen Monat rum und ich sitz hier am Airport und muss viel zu viel Zeit totschlagen - zu eurem Glück, sonst hätte der nächste Blogeintrag wohl noch einige Zeit gedauert...

Der letzte Blogeintrag endete ja in Banjuwangi, also gaaaanz an der Ostküste Javas. Nach den dortigen aufregenden Tagen waren Uli, Deniz und ich auf ein wenig Entspannung aus, bevor es zum nächsten Vulkan-Hike gehen sollte. Also ließen wir uns nach Pulau Merah, oder auch Red Island fahren, was eigentlich gar keine Insel, sondern nur eine Bucht ist, aber naja. Red Island kann man kaum mehr als Dorf bezeichnen, eine Hauptstraße mit ein paar Häusern, Homestays, nem Min-Supermarkt und einigen Warungs, das wars… naja bis auf dem wunderschönen Strand natürlich. Statt Reisen hieß es für 4 Tage mehr oder weniger relaxen. Unseren ersten vollen Tag liehen wir uns 2 Surfboards (eins für Uli und Deniz und eins für mich MUHA) und so einfach bekommt man mich glücklich. Gefühlte Stunden verbrachte ich auf dem Wasser, bis meine Armmuskeln brannten und ich ca. 30 Liter Salzwasser geschluckt habe. 30 Minuten Pause und wieder rein! Ich wünschte echt dieser Sport wäre in Deutschland möglich denn es macht so unglaublich viel Spaß.
Am nächsten Tag liehen wir uns drei Roller und wollten eiiiiigentlich zur Green Bay fahren, einer wunderschönen Bucht in nem Nationalpark. Nach ner guten Stunde fahrt kamen wir dann an ein Gate und wurden gebeten ca. 10€ pro Person zu zahlen um weiter zu fahren. Naja, nur um nen Strand zu sehen (wenn es überall Strände gibt) wollten wir keine 30€ zahlen und gingen einfach an den nächstgelegenen Stand, for free natürlich. Abends fanden wir noch ein wirklich gutes Restaurant, in dem wir uns die Bäuche füllten und dann ging es zurück.
Unseren letzten Tag wollten wir eiiiiigentlich wieder mit Surfen verbringen, aber Mutter Natur hat uns nen Strich durch die Rechnung gemacht und einfach mal keine vernünftigen Wellen kommen lassen… Also hieß es an Strand liegen und nichts tun!

Den nächsten Tag legten wir viele viele Kilometer hinter uns: erst mit dem Auto ca. 2 Stunden zur Bahn, dann mit der Bahn 4 oder 5 Stunden nach Probollingo und dann mit dem Auto nochmal 2 Stunden nach Cemoro Lawang bzw. zum Mt. Bromo. Da wir schon vorher gelesen haben, dass Touristen, die eine Fahrt zum Mt Bromo wollen, in Probollingo gern abgezogen werden, und da wir so spät erst ankamen, kümmerten wir und vorher um den ganzen Transport um da keinen Stress zu haben. Angekommen in Cemoro Lawang konnten wir noch ganze 4-5 Stunden, also bis kurz vor 3 schlafen, bis unser Wecker klingelte. Dann hieß es wieder Trekkingschuhe an, oder im Fall von Deniz Turnschuhe, und auf geht’s. Schon nach kurzer Zeit laufen konnten wir bestätigen was wir online schon zuvor gelesen haben: 95% der Touristen ließen sich zum Sonnenaufgangspunkt fahren! In Jeeps! Zum Glück auf einer anderen Strecke als die, die wir gelaufen sind, aber trotzdem mussten wir echt den Kopf schütteln über die Faulheit der Menschen, da der Hike nun echt nicht so anstrengend war als dass man den fahren müsste, aber naja gut. Oben am King-Kong Aussichtspunkt angekommen trafen wir dann auf die hunderten faulen Reisenden und konnten leider nicht wirklich Ruhe genießen. Trotzdem war der Sonnenaufgang super schön und der Ausblick auf den eigentlichen Mt. Bromo atemberaubend! Nachdem der Großteil der „Fahrenden“ wieder weg war (bei solch geführten Touren geht ja meistens alles zack zack), machten wir uns auf den Weg zur Straße die nach unten führt, den gleichen Weg wieder runter gehen wäre doch etwas abenteuerlich und an wenigen Stellen sehr steil gewesen. Da der Straßenweg endlos lang ist und man anschließend noch länger durch die „Vulkanwüste“ laufen muss, entschieden auch wir und für ein wenig Faulheit und ließen uns von den Einheimischen abenteuerlich auf Crossmaschienen fahren. Auch wenn mit mein Herz gerade durch den tiefen Sand regelmäßig in die Hose gerutscht ist hat die Fahrt super Spaß gemacht! Ja und dann waren wir am Fuße vom aktiven Mt. Bromo, den wir schon vom Aussichtspunkt bewundert haben. Ein kleiner aber etwas steiler Hike nach oben und dann standen wir quasi am Abgrund oder auch Schlund der Erde, beziehungsweise am dampfenden Kraterrand. Und ihr könnt euch nicht vorstellen wie laut so ein Vulkan sein kann. Es klingt in etwa so, als würde eine Flugzeugturbine ununterbrochen neben einem starten wollen… laut seeehr laut! Dazu die Vibrationen im Boden, die einem das Gefühl haben, der Vulkan wird jede Minute ausbreche… Ist er zum Glück nicht ;)

Joa das war unser Bromo-Abenteuer. Nach diesem fuhren wir nach Yogyakarta, wo wir unsere letzten Tage mit Deniz verbrachten. Aus meiner Bali-Zeit hatte ich noch ein wenig Kontakt zu Nur, welcher in Yogya lebt und uns zu sich nach Hause eingeladen hat. Mit Deniz besichtigten wir noch die buddhistische Tempelanlage Borobodur und die Hinduistische Prambanan. Beide wunderschön und einzigartig und ja :) Bilder sagen mehr als man in dem Falle beschreiben kann.
Und dann hieß es schon wieder byebye Deniz :( aber zum Glück nur für knapp 3 Monate und nicht wieder so lange MUHA!

Unsere restliche Zeit wollten wir nun eigentlich den westlichen Teil von Java bereisen, doch natürlich musste alles wieder etwas anders kommen… wie immer. Zunächst mussten wir in Yogya noch unser Visum verlängern.
In unserer Vorstellung bedeutete das: Zum Imigrasi gehen, Kram abgeben, Foto machen und Geld zahlen und ein paar Tage später das Visum haben.
In der Theorie hieß es: zum Imigrasi gehen, nen paar Sachen abgeben, nach 3 Tagen wieder hin um Fotos zu machen und Geld zu zahlen und nen Tag später das Visum haben.
Inder Realität hieß es: zum Imigrasi gehen, wieder weggeschickt werden, weil man keine lange Kleidung anhat, umziehen, wieder hinfahren und weggeschickt werden, mit der Bitte / pampigen Ansage dass man nen Zettel ausfüllen muss, kram ausdrucken muss und morgen vor 10 wieder da sein soll… am nächsten Tag vor 10 wieder hin, Kram abgeben, gesagt bekommen dass man noch was anderes ausdrucken muss, und noch andere Punkte ausfüllen muss, alles ausfüllen und ausdrucken, nochmal Kram abgeben, Zettel bekommen das man in 5!! Tagen wieder kommen soll (da ja am Wochenende zu ist) *Lufthol* …
…Da wir keine Lust hatten weitere 5 Tage in Yogya zu verbringen, buchten wir uns ne Fahrt nach Karimunjawa (einer kleinen Trauminsel) und dort ein schönes kleines Hotel und verbrachten drei schöne Tage mit schnorcheln, essen, schwimmen und in der Sonne liegen… uuund nen Sonnenbrand bekommen natürlich…
*Lufthol* daaaaaann wieder zum Imigrasi, Foto machen…
… Zwischenstory: Zum Foto machen saßen wir denn da im Warteraum mit vielen anderen Leuten und konnten in den Raum gucken in dem die Fotos gemacht wurden. Die Arbeitsmoral des dortigen Officers war in etwa so: erstmal ne Stunde nichts machen, rumlaufen und am Handy spielen, eine Person dran nehmen, Foto machen und Fingerprints nehmen (dauert ca. 2 Minuten) und dann wieder 10-15 Minuten am Handy hocken. Ihr könnt euch denken wie lang wir da saßen!?...
… Geld zahlen, gesagt bekommen man soll in 2 Tagen um 1 Uhr mittags wieder kommen, da morgen ja nen Feiertag ist…
WOW! Ich meine WOW! Das ganze dauerte also (mit den 2 Tagen die wir durch unseren Karimunjawa hinzugefügt haben) 11 Tage, was knapp die Zeit war, wofür wir das Visum überhaupt verlängern wollen, totally worth it! NICHT!
Nun jaa genug aufgrergt. Nun hatten wir leider nicht mal mehr ne Woche Zeit bis unser Flug nach Vietnam gehen sollte, also beschlossen wir einfach für 4 Tage nach Pangandaran zu fahren, wo es neben nem schönen Strand zum Surfen noch klasse Natur geben sollte und das sollte uns dann reichen. Doch mal wieder spielte Mutter Natur gegen uns und gab uns jeden Tag regen, der zwar warm ist aber man möchte sich ja trotzdem nicht im Regen „sonnen“.

Somit machten wir ziemlich viel von ziemlich wenig und ja jetzt sitzen wir am Airport und ich freue mich tierisch auf Vietnam :)

Von dort werde ich dann auch irgendwie irgendwann berichten! Also bis dahin...

Montag, 04.09.2017

Trip durch Java

Hey, nach 2 Wochen in Java lass ich dann mal was von uns hören. Ich denke das wird ein gut langer Blogeintrag aber wir werden sehen…


Unser Flug von Auckland nach Java verlief um ehrlich zu sein etwas kaotisch… Brav hatten wir alles so weit wie möglich gepackt, mit einer kleinen Abschiedsfeier noch einen Umtrunk genossen und sind mit unserer Auckland-Gastfamilie lecker essen gewesen (natürlich bei meiner Arbeit). Trotzdem hatten wir an unserem letzten Tag noch so einiges zu tun: Kram ausdrucken, Snacks einkaufen und –vor allem Geldkram klären (sprich unser Neuseeland-Geld aufs deutsche Konto bekommen). Dank inkompetenter Bankangestellten alles gar nicht so einfach, aber zu guter Letzt hatten wir alles geklärt und saßen zeitig im Bus nach Auckland Airport.
Dort lief zum Glück alles ohne Probleme und seeehr entspannt. Irgendwann abends ging unser Flug von Auckland, über Gold Coast und Kuala Lumpur nach Jakarta. Der Flug mit der Billigairline war… nun ja billig halt aber man kann für den Preis den wir gezahlt haben nun nicht meckern.
Angekommen im ca. 33°C heißen Jakarta am frühen Morgen wollten wir nur noch schnell zum Lionair Schalter, da man auf der Internetseite nicht mir „ausländischer“ Visakarte zahlen konnte (wofür zum Teufel sind denn dann Visa-Karten da?!), um ein Flugticket nach Ostjava zu buchen. Nach kurzem hin und her fanden wir uns in einem überfüllten Flughafen-Bus wieder und fuhren zum anderen Terminal. Angekommen mussten wir dann feststellen, dass der Schalter im Gebäude war, in das man nur mit Ticket reinkommt. Vielen Dank auch! Naja also ab ins Taxi und erstmal zur Unterkunft fahren  ankommen und sich nen Plan B ausdenken.


Glücklicherweise war unsere Airbnb Unterkunft sehr schön und entspannt, wir schafften es den Flug in einem Reisebüro zu buchen und akklimatisierten erstmal so gut es ging.
Nach zwei Nächten brachen wir auf nach Pulau Pari, einer kleinen Insel, welche zu den 1000 Islands nördlich von Java gehört. Dort galt für die nächsten 3 Nächte: Sonne, Strand und Entspannung mitten im Nirgendwo und gefühlt als einzige Europäer. Leider wird alles zumindest ein wenig getrübt durch die hier anzutreffende Religion. Ich bin ja der Meinung jeder soll seiner Religion nachgehen wie er mag etc. Allerdings ist es echt schade sich am Strand so sehr anpassen zu „müssen“, dass man am Ende mit langer Badehose und T-Shirt im 30°C warmen Wasser bei 35°C Lufttemperatur wiederfindet. Natürlich kann man machen was man will, aber selbst in der Stadt mit langer Hose und Top wurde ich ziemlich angestarrt (Oh Gott meine Schultern sind nicht Bedeckt) … eher uncool, aber was solls.
3 Tage später, der Java-Belly hat bei Uli und mir schön eingesetzt (großer Scheiß im wahrsten Sinne des Wortes), ging es typisch Indonesisch-Style wieder aufs Festland: Die Bootcrew brauchte 30 Minuten, das Boot anzulegen, versenkte bei dem Versuch das Boot fast und fuhr mit dezenter Verspätung los :D… Ja wir sind angekommen!
Aber alles egal, denn einen Tag später ist eeeeendlich mein Bester Deniz (mal wieder) zu Besuch gekommen, JUHU!! Zwei Tage verbrachten wir drei noch in Jakarta und aßen was das Zeug hielt (ich hab das Essen hier echt vermisst seid Bali).


Daaaaaaaaann *Luft hol* flogen wir nach Surabaya, (mal wieder mit 2 Stunden Verspätung) schauten uns 2 Tage die Stadt und insbesondere das Pakuwon Food Festival an und fuhren mitten in der Nacht von 22-4 Uhr nach Banyuwangi also gaaaanz an die Ostküste.
Angekommen checkten wir nochmal wo unsere eigentlich geplante Unterkunft sein sollte und stellten fest, dass diese direkt! neben einer Moschee lag. Noch so ein Ding das ich hier echt nicht so geil finde. Wie gesagt jedem dass seine, aber muss man wirklich jeden Menschen (ob der Religion angehörig oder nicht) um ca. 4:45 Uhr aus dem friedlichen Schlummerschlaf reißen und bis zu 45 Minuten durch gefühlt 30 Megafone so laut rum-jallan, dass man auch wirklich und wahrhaftig wach ist?? Naja weniger angetan von der Moschee direkt neben dem Zimmer suchten wir uns fix eine neue Unterkunft, das Green Ijen und fuhren zu um 5 Uhr morgens dort hin, um am Zaun unser Lager aufzuschlagen, da ja alle noch schliefen (vielleicht sind die ja resistent gegen die Moscheen? Denn auch hier war eine nicht allzu weit entfernt wie wir noch feststellen mussten). Gegen 6 oder so war wer wach und ließ uns rein. Wir mussten dann noch weitere 6 Stunden warten, bevor wir ins Zimmer konnten, da check-in Zeit erst später war. Glücklicher weise legten uns die „Mitarbeiter“ des Homestays eine Mattratze in den großen wohnzimmerartigen Bereich, und wir schliefen alle seeehr schnell ein :D.
Der Rest des Tages (Gott ist so ein Tag lang wenn man so früh wach ist) verlief reichlich ereignislos und zeitig gingen wir schlafen.


Wuhu, wir sind beim gestrigen Tag angekommen!! An diesem sind wir erst einmal Raften gefahren und versuchten (vergebens) früh zu schlafen, denn um exakt 00 Uhr klingelte schon wieder der Wecker. Auf auf ging es gegen halb 1 Richtung Mount Ijen oder auch dem größten Säurefass der Welt. Dort angekommen um 2 oder so bekam jeder unserer kleinen Gruppe mit Guide eine Gasmaske und ne Taschenlampe und auf ging’s. Bergauf bergauf und noch mehr bergauf, zum Glück lange nicht so anstrengend wie der Tongariro Crossin in Neuseeland, gingen wir ca. 1,1/2 Stunden um dann zum Kratersee wieder bergab zu gehen. Alles egal, wenn man mit leuchtend gelben Schwefelfeldern, Schwefelseen und vor allem blau brennendem Feuer belohnt wird.
Nachdem wir diesen wundervollen und einmaligen Anblick genossen haben ging es wieder auf die Spitze und dann zum Sonnenaufgang-Aussichtspunkt für (man mag es nicht meinen) einen suuuuper schönen Sonnenaufgang. Ach ja man kann alles gar nicht beschreiben wie schön es war aber Dank Deniz und seiner super coolen Drohne haben wir ein Video zusammengeschnitten um euch einen recht guten Eindruck geben zu können… (à auf Facebook zu sehen) Irgendwann war es dann Zeit wieder zurück zu gehen, auch hier etwas anstrengend aber völlig fein. Auf der Rückfahrt haben wir noch einen Stopp beim Wasserfall gemacht und sind dann gegen 10 Uhr morgens tot müde ins Bett gefallen.
Nach 2-3 Stunden Schlaf fuhren wir noch zu einer kleinen Kaffeplantage, gingen in den Park und jaaa jetzt liegen wir kaputt im Bett und werden wohl bald heija machen :)

Deswegen kommen hier nun auch nur ein paar Handy-Fotos heute rein, da ich zu müde bin mich jetzt noch n Photoshop zu setzen ;) Fotos gibt es dann bald auf Facebook zu sehen.
Bald melde ich mich wieder, also bis dahin!!


Dienstag, 08.08.2017

Hobbiton und die Weiterreise

“A single dream is more powerful than a thousand realities.” - J.R.R. Tolkien

Und Woooochen später kommt Jessi endlich mal in die Pötte ihren wahrscheinlich letzten Blogeintrag aus Neuseeland zu schreiben…
Ja genau der letzte Eintrag, es ist soweit... Aber fangen wir erstmal bei Hobbiton an und arbeiten uns wie immer langsam voran.

Hobbiton war wie schon geschrieben so ziemlich unser letzter Punkt auf der must-do-Liste für Neuseeland und auch wenn der Eintritt stolze 80$ pro Person gekostet hat mussten wir uns das einfach ansehen.
Los gings also mit Raupi Richtung Matamata an einem wunderschönen und sonnigen Tag, also bei perfektem Wetterbedingungen. Das haben sich anscheinend auch gefühlt ne Million anderer Menschen gedacht und als wir am Parkplatz ankamen staunten wir nicht schlecht wie viele Menschen dort waren. Kurz unser vorbestelltes Ticket abgeholt und dann ging es kurz später auch schon in unseren „Reisebus“ der uns zum ca. 10 Minuten entfernten Filmset bringen sollte.
Während der Fahrt wurde uns ein kleines Einführungsvideo gezeigt und viele weitere Informationen zu dem Filmset und der Umgebung gegeben. So auch zum Beispiel wie die Filmemacher diesen kleinen Flecken Erde per Helikopter gefunden haben, und bei dem Besitzer (heute wohl ein seeeehr reicher Mann) etwas später an der Haustür geklingelt haben um sich weiter umsehen zu dürfen. Schon bei dieser kleinen Busfahrt kam man richtig ins Herr der Ringe Feeling. Kurz später kamen wir also an und gingen durch den Weg durch den Gandalf im ersten Teil mit seiner Kutsche langgefahren ist und Frodo zu ihm kommt.
Durch die einzelnen Bus-Gruppen mit denen man Großteils leider aber auch zum Glück zusammen bleiben musste konnte großes Gedränge vermieden werden, aber man war halt sehr „gebunden“. Unsere „Gruppenleiterin“ versorgte uns während wir durch das Land bzw. die Stadt der Hobbits gingen fleißig mit vielen interessanten und lustigen Informationen. So gibt es zum Beispiel 2 unterschiedliche Tür- bzw. Höhlengrößen, je nachdem welche perspektive gerade gedreht werden soll. Außerdem kann man in keine der Eingänge richtig reingehen, hinter jeder Tür ist spätestens nach nem halben Meter Holz und Erde und auch der Eingang von Frodos Haus geht maximal 1-2 Meter weit… Nach ca 1-2 Stunden war die Tour dann leider auch schon vorbei und die Kamera um gute 100 Bilder voller. Wir bekamen dann in der Hobbit-Taverne alle noch ein Bier/Cider oder sowas und fuhren wieder zurück zum Parkplatz.

Jaaaa auch wenn die Tour sehr sehr touristisch war, in jeder Tour viel zu viele nervige Asiaten waren (deren Kamera in der Stunde quasi nur am dampfen war) und zudem recht kurz und teuer, würde ich sie trotzdem wieder machen. Neben diesem wundervollen kleinen Flecken Erde und dem wirklich schön gestalteten Filmset bekommt man viele viele Hintergrundinformationen und fühlt sich für kurze Zeit wie ein kleiner Hobbit. :)

Und seitdem? Seitdem sind schon ganze 2 Monate vergangen (oh gott). Und es ist sooo wenig passiert. Uli und ich arbeiten beide 5-6 Tage die Woche und sehen uns leider zurzeit kaum. Uli steht morgens sehr früh auf und kommt gegen 17:30 heim, wohingegen ich zwischen 15:30/16:30 die Wohnung verlasse. Und wenn ich dann zwischen 22-02 Uhr irgendwann nach Hause komme schläft Uli natürlich schon… Aber naja wir wissen ja beide, dass es nur für eine begrenzte Zeit ist.
Sonst ist zumindest meine Arbeit ziemlich spaßig. Meine Kollegen sind super, die Arbeit bringt spaß und ich hab (da wir eine Art Sportsbar/Restaurant sind) viel über Rugby gelernt, was ein unglaublich cooler Sport ist :D. Uli ist eher genervt von seiner Arbeit, aber irgendwo muss das Geld ja herkommen.

Was ist noch passiert? … Wir haben Raupi verkauft. Nach guten 20.000 Kilometern die wir zusammen in ihm gelebt haben und gereist sind, hieß es nun Abschied nehmen und byebye sagen. Raupis neue Besitzer (3 Deutsche) haben sich schon etwas eingelebt und werden hoffentlich eine ebenso tolle Zeit mit ihm haben wie wir. TSCHÜß RAUPIIIII!!!

In 2 Wochen heißt es dann auch bye bye Neuseeland. Und ich denke auch das wird mit einen lachenden und einem weinenden Auge geschehen. Wir hatten eine so wundervolle Zeit mit Höhen und Tiefen, mit neuen Freunden, atemberaubenden Landschaften und unbekannten Herausforderungen. Und doch hat sich besonders in den letzten Monaten sowohl bei Uli als auch bei mir das Gefühl von Heimweh eingeschlichen. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals sagen würde „so langsam reicht es“, aaaaber so langsam reicht es… Ich freue mich bald wieder heim zu sein, meine Familie und Freunde um mich zu haben und irgendwo auch wieder ein etwas geregelteren Alltag - Oh Gott spätestens nen Monat nachdem ich heim bin werde ich das hier lesen und denken „was war denn mit dir falsch?“… ist aber gerade echt so - aaaaber einfach direkt nach Hause komme wäre ja langweilig und man kann ja nicht einfach über Asien fliegen und es links liegen lassen. Nenene. Auf unsere wirkliche Heimkehr müsst ihr noch gute 4 Monate warten, denn erstmal geht es für uns in die Sonne.

Unser erster Stopp ist Java. Java liegt neben meinem geliebten Bali, ist also Teil Indonesiens. Und genau dort wird uns mein Lieblinsfreund Deniz nochmal einen Besuch abstatten und ich freue mich ganz doll ihn wieder zu sehen und nochmal zu dritt zu reisen.
Nach Java fliegen wir Ende September nach Vietnam, und auch wenn ich schon in Vietnam war freu ich mich sosososososooooooo sehr dort wieder hin zu kommen und lecker essen und so :).
Nach einem Monat Vietnam geht es dann mit dem Bus für 2-3 Wochen nach Kambodscha und dann für einen Monat nach Thailand wo wir uns mit einem anderen guten Freund von mir, Thomas, treffen werden… Sehr spontane Aktion :D ging in etwa so:
„Hey Jessi wann seid ihr in Thailand?“
„So mitte November bis mitte Dezember. Kommst du rum?“
„Ja genau das wäre der Punkt“
„Mach mal!“
„Jo ich schnack mal auf Arbeit wegen Urlaub und so“
…. Etwas später
„Jo geht los, kann 2-3 Wochen frei nehmen und Flug ist günstig“  
SEHR SEHR GEIL <3

Während der Zeit in Asien werde ich mein allerbestes geben zumindest ab und zu im Blog zu berichten und euch auf den laufenden zu halten aber nehmt es mir nicht übel wenn das nicht allzu oft ist. ;)

Bis dahin (werde ich jetzt nurnoch Arbeiten, meine 7 (700) Sachen packen und auf auf zu neuen Abenteuern :)

Dienstag, 06.06.2017

Dampfende Böden

Nature is not a place to visit, it's home...

Ahhh ich hab es schon wieder getan… meinen geliebten Blog vernachlässigt! Es tut mir leeeeid!!! Oh Gott, dabei haben wir im letzten Monat so viel erlebt, also fange ich ohne größere Umschweife mal an.

Unsere letzte Aktivität war ja der Rere Rockslide woraufhin wir am nächsten Tag Richtung Hawke’s Bay bzw. nach Napier gefahren sind. Eigentlich ist die ganze Küste echt super schön. Endlos weite Strände, Wellen und sowas halt, da allerdings ja immer mehr der Herbst kommt konnten wir Napier nicht so richtig genießen und fuhren am nächsten Tag weiter nach Taupo. Taupo ist für Neuseeland-Verhältnisse ein etwas größeres Städtchen direkt am Lake Taupo gelegen, über dem man bei gutem Wetter bis zum Tongariro Crossing gucken kann. Zum Nachmittag angekommen gab es dann erstmal eine Pizza Hut-Pizza (Pizza Hut hat sich inzwischen zu unserem Lieblings-Fastfood-Laden entwickelt, da eine 5$ Pizza die echt gut schmeckt kaum zu schlagen ist) und direkt am See konnten wir campen.

Am nächsten Tag ging es bei ca. 15 Grad in den Otumuheke Stream zum Baden. Jaha ich bin jetzt richtig abgehärtet und kann im Herbst im Fluss baden… im Fluss der angenehme 35°C oder mehr aufweist haha. So ziemlich der ganze Bereich zwischen Taupo und Rotorua ist bedeckt mit unterirdischen Thermalquellen und in diesem Fall strömt durchgehend heißes Wasser aus einer solchen Quelle, und Bildet einen Mini-Fluss in dem man wundervoll baden kann. Angekommen war es noch recht leer, aber so ne Stunde später wimmelte es quasi von Touristen, die ein heißes Bad nehmen wollten.
Also machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren etwas weiter zu den Huka Falls. Dieser Wasserfall ist etwas Besonderes, da pro Sekunde über 220.000 Liter Wasser den Fels hinunterbrausen. Das ist genug Wasser um (pro Sekunde!) zwei Schwimmbecken der Olympischen Spiele zu füllen. Also sehr sehr viel :D. Ziemlich beeindruckend (und laut), besonders als ein Boot mit Touristen mehrmals mit Anlauf auf den Wasserfall zugefahren und etliche Meter vor ihm durch den Druck des Wassers gestoppt und zurückgedrängt wurde.

Den nächsten Tag verbrachten wir zum großteil wieder im Auto und fuhren entspannt Richtung Rotorua. Auf dem Weg dorthin machten wir einige kleinere Stopps, unter anderem bei den Mud Pools, ein brodelnder, dampfender und äußerst stinkender Schlammsee. Klingt komisch, ist es auch, auch hier sind thermale Aktivitäten Grund für dieses Naturphänomen und ja schwer zu beschreiben aber ziemlich cool das gesehen zu haben.
Da der Wetterbericht für die nächsten Tage eher Wechselhaft war fuhren wir, angekommen in Rotorua, zur dortigen Gondel und gönnten uns den Luge Drive. MUHA jetzt kommt wieder „was zum Teufel ist ein Luge Drive?!“ … Stellt euch eine Art Bobby-car für Erwachsene vor mit Lenkrad und Bremse und mischt das mit einem Mario-Kart Rennen. Man sitzt also in einem kleinen Fahrzeug und rollt auf einer angelegten Straße mit ordentlichem Speed den Berg runter. SOOOO VIEL SPAß!! Wir hatten beide ein 3 Fahrten-Ticket und konnten somit alle 3 Wege fahren, begonnen mit der leichten Strecke um rein zu kommen und am Ende die „schwere“ Strecke mit geilen Kurven und teils ziemlich hoher Geschwindigkeit.
Geschlafen haben wir dann direkt in Rotorua in der Nähe von dampfenden Löchern… und ich muss ja echt sagen, dass diese Thermallöcher ziemlich cool und spannend zu sehen sind, aber die ganze Nacht nen stinke-Pups-Schwefelgeruch in der Nase zu haben ist doch nicht ganz soooo schön. Aber gut haben wir auch überlebt.
Am nächsten Tag war es mal wieder Zeit für ne Dusche und der Sparsame Backpacker sucht sich immer die billigste Möglichkeit. In diesem Fall war es ein Schwimmbad, in dem wir für 5$ pP die Duschen nutzen durften. Sauber wie wir nach einer schönen heißen Dusche waren (ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr man Duschen genießt wenn man das nicht jeden bzw. jeden zweiten Tag hat), gingen wir noch etwas im Park in Rotorua spazieren. Auch hier waren wieder etliche thermale Aktivitäten und überall dampfte es.
Aaaanschließend fuhren wir zu den nahe gelegenen Hamurana Springs, der tiefsten Frischwasserquelle in Neuseeland. Wenn ich diese Quelle mit dem Schlammloch der Alsterquelle bei mir zu Hause vergleiche muss ich ziemlich lachen. Die Hamurana Springs und der daraus entstehende Fluss sind so klar und sauber, dass man jedes Sandkorn auf dem Grund zählen kann. Überall im Wasser leuchten grüne Pflanzen und die Quelle selbst ist ein Blaues Loch in dem man trotz des klaren Wassers nicht erkennen kann wie tief es ist. Das Wasser kommt ursprünglich aus dem Mamaku Plateau und braucht ganze 70 Jahre um durch das unterirdische Gestein bis zur Quelle zu gelangen. Ziemlich cool!

So, die nächsten zwei Tage ging es weiter und weiter in den Norden, an Auckland vorbei, mit einigen kleinen Stopps, zum Beispiel am Coca-Cola-See, der seinen Namen aufgrund der Wasserfarbe bekommen hat, bis zum nördlichsten Punkt Neuseelands, dem Cape Reinga. Theoretisch ist dort nur ein Leuchtturm an der kleinen Nordspitze aber die Natur dort ist wunderschön und man kann endlos weit gucken. Auch fuhren wir im Northland wie die Gegend heißt zu den riesigen Sanddünen um diese mit einem Bodyboard runter zu fahren. Auch hier wieder viel Spaß gehabt, auch wenn es zum Anfang ziemlich gruselig war, da die Dünen doch sehr steil bergab gingen. Leider muss man nachdem man spaßig runter gefahren ist auch wieder anstrengend durch den tiefen Sand bergauf, weswegen wir hier nur ein paar Mal gefahren sind und dann war klein Jessi erschöpft.

Jaaaa und dann kam der kleine „Hilferuf“ von Petra auf Facebook nach einem Woofer bei einer Familie, die in der Nähe von Auckland wohnt. Da Uli und ich zu der Zeit eine Wohnung und Jobs in Auckland suchen wollten konnten wir das super mit einem Wwoofing-Platz verbinden und setzen uns mit der Familie in Verbindung. Kurz später fanden wir uns gefühlt mitten im Nirgendwo wieder in einem Haus, in dem gerade viel renoviert wurde, bei einer super super lieben Familie mit zig Tieren wieder. Um genau zu sein lebten bei Petra und Frank (und dem Familienfreund Si, der auch fast immer da war) ein Hund, eine Katze, eine Schildkröte, diverse Fische und etwas entfernt auf der Farm noch 5 Pferde und ca. 30 Hühner. Für 1,1/2 Wochen (die sich anfühlten wie Monate (im positiven Sinne)) lebten wir bei den beiden, kümmerten uns um die Tiere und halfen etwas beim Renovieren des Hauses. Nebenbei kümmerten wir uns um unseren Auckland-Kram, fanden ein Zimmer mitten in Auckland City und Uli bekam einen Job auf dem Bau. Somit konnte Auckland kommen und wir mussten und von unserer Gastfamilie viel zu früh verabschieden, aber beim Wwoofen verdient man ja leider kein Geld zum Reisen. Aber wir werden die zwei bzw. drei bald wieder besuchen und darauf freue ich mich sehr :) .

Vorgestern waren wir dann noch in Hobbiton, dem Filmset vom Hobbitdorf aus Herr der Ringe und der Hobbit, aaaaber davon werde ich euch in den nächsten Tagen in einem eigenen Blog berichten, da dieser hier langsam lang genug ist. Kommt ganz bald, versprochen…

Ja jetzt haben wir uns einigermaßen eingelebt, Uli arbeitet seit heute und ich habe gestern auch die Zusage für einen Job im Restaurant bekommen. WUHU!! Somit wird es bis zum August nicht mehr viel zu berichten geben, da wir jetzt versuchen möglichst viel Geld zu sparen um das alles in Asien aufn Kopf hauen zu können :D.
Aber ich werde ja noch von Hobbiton berichten, also bis dahin!

 

Mittwoch, 10.05.2017

Sommer im Herbst

Enjoy the simple life!

Hey ihr Lieben, wir haben endlich mal wieder Internet und melden und aus dem schönen Gisborne an der Ostküste. Bei meinem letzten Blogeintrag waren wir noch an der Westküste also gibt es wieder vieles zu berichten…

Nachdem Kira, Uli und ich beim Mount Taranaki waren, den wir auch liebevoll Bilderbuchvulkan genannt haben, fuhren wir weiter Richtung Waitomo Caves. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleinen Stopp an dem Elefant-rock, der leider kein Elefant-rock mehr ist. Vor noch wenigen Monaten sah der Felsen inmitten eines schwarzen Sandstrandes noch aus wie ein Elefant, doch das letzte starke Erdbeben im November hat ihm leider den Rüssel genommen… schön war es trotzdem: den warmen glitzernd schwarzen Sand unter den Füßen, gutes Wetter und schöne Natur! Angekommen in Te Kuiti schliefen wir eine nacht an einem kleinen Fluss, um am nächsten Tag unsere Blackwater-Rafting Tour anzutreten.
Morgens um 10 ging es los, wir bekamen einen dicken Neoprenanzug, Gummistiefel und einen Klettergurt und ab die Post. Mit einer kleinen Gruppe von 6 Leuten starteten wir mit dem Abseilen in ein ca. 30 Meter tiefes Loch. Untern angekommen (im kalten Wasser) ging es zunächst Stromaufwärts in die Dunkelheit. Irgendwann kamen wir an einem Punkt, an dem wir alle unsere Lichter ausmachten und über uns so viele Glühwürmchen hatten, dass es an einen Sternenhimmel glich… oder an Avatar. Wuuuunderschön! Anschließend setzte sich jeder in einen kleinen schwarzen Gummireifen, machten die Lichter aus und „rafteten“ durch die Dunkelheit. Etliche Meter und einen kleinen Wasserfall weiter krochen wir noch durch kleine Höhlen im Felsen du gingen irgendwann zurück zu „Eingang“, um dort das Loch wieder hochzuklettern. Insgesamt ein wirklich spaßiger und aufregender Trip!
Die anschließenden Tage waren nicht soo spaßig, eher per Zufall ist uns aufgefallen, dass unser Neuseeländischer TÜV bzw. unser WOF seit 2 Monaten abgelaufen ist… HUPSIII. Also erstmal durchchecken lassen und dann hieß es ab zur Reparatur. Zum Glück war nichts Dramatisches „kaputt“, lediglich die Bremsscheiben mussten erneuert werden und nen Teil am Radlager- etwas teuer aber nicht allzu schlimm.
Nachdem alles wieder heile war fuhren wir auf die Halbinsel Coromandel und verbrachten ein paar schöne Tage am Strand. Auf einem der Campingplätze trafen wir noch ein älteres Ehepaar, die ihre Fischköder mit mir teilten, sodass ich endlich mal wieder angeln konnte. Besonders das Klippenfischen am zweiten Tag hat echt Spaß gebracht, aber leider waren beide Snapper die ich gefangen habe zu klein. Rob hat einen geangelt, der groß genug war und uns diesen am ende des Tages geschenkt, sodass wir am Abend lecker Kartoffelpüree mit Snapper-Fillet genießen konnten. Jummi!
An der Ostküste Coromandels fuhren wir noch zu zwei kleinen Highlights. Zuerst ging es zur Cathedral Cove, einer großartigen Felsformation am Strand. Wer die Chroniken von Narnia geguckt hat erinnert sich vielleicht beim zweiten Teil an das Tor am Strand, durch dass sie nach Narnia gelangt sind. DA waren wir. Zum zweiten ging es zum hot water beach. Tja wie kann es am Strand heißes Wasser geben? Ganz genau, durch eine unterirdische Quelle. Bei Ebbe kann man genau über dieser ein groooßes Loch in den Sand buddeln und hat seinen eigenen kleinen heißen Pool. Dank vorheriger Besucher mussten Uli und ich nicht einmal buddeln, sondern konnten uns direkt in einen kleinen Pool mit wirklich sehr sehr heißem Wasser setzen. Gute 1,1/2 Stunden genossen wir die Hitze unseres ersten warmen Bads seit… Monaten!? Und fuhren anschließend weiter die Ostküste entlang.
Seit gestern sind wir jetzt in Gisborne und machten heute einen Ausflug zum Rere Fluss. Dort gibt es den Rere-Rockslide oder auf Deutsch gesagt eine 60 Meter lange und zudem sehr breite Felsrutsche. Vorher hatten wir uns an einem Campingplatz in der Nähe noch Bodie-Boards geliehen und ich war super aufgeregt, diesen Felsen runter zu rutschen. Leider ist es ja aber schon Herbst, auch wenn wir immer noch angenehme 20 Grad und Sonnenschein hatten, war das Wasser kalt und ich meine sehr sehr sehr kalt! So kalt, dass man nach 1/2 Minute im Wasser halb taube und schmerzende Füße hatte. Aber nun gut wenn man schon einmal da ist wurden zumindest für eine Rutschtour die Zähne zusammen gebissen und los. Man bekam echt ordentlich Speed drauf und ich war etwas traurig, dass das Wasser so unerträglich kalt war, weswegen wir uns wieder aufmachten, uns den nahegelegenen Wasserfall anguckten und wieder zurück zum Camp fuhren.

Ja und so habe ich mit meinem Bericht wieder aufgeholt und noch eine kleine Neuigkeit für viele die es noch nicht wissen:
Wir kommen heim!
Natürlich noch nicht zu bald, aber dieses Jahr! Um genau zu sein landen wir am 12.12. abends in Hamburg und jaaa…!
Für die Zeit zwischen Neuseeland und unserem Heimflug haben wir auch schon Pläne gemacht. Im August geht es irgendwann auf die Insel Java in Indonesien, dann nach Vietnam, Kambodscha und Thailand.
So das wars jetzt mit den Neuigkeiten :D über 10000 Menschen am Flughafen, wenn wir fix unf fertig ankommen freuen wir uns natürlich, aber das ist ja noch hin.

Ich melde mich bald wieder. Bis dahin!

 

Freitag, 21.04.2017

Zwischen Eis und Feuer

"It is not the mountain we conquer but ourselves" – Edmund Hillary

Okaaaay, okay… Nachdem schon leichte Beschwerden laut geworden sind melde ich mich jetzt auch mal wieder. Aber es gab auch einfach nicht viel zu berichten von der Arbeit. Aber wie immer von vorne.

Dass Uli und ich wieder auf den Weingütern einen Job gefunden haben wusstet ihr ja bereits, somit verbrachten wir über 1,1/2 Monate damit Netze um die Trauben zu spannen, schlechte und falsche Trauben abzuschneiden und schließlich leckere Trauben in riesen Massen zu ernten. Abgesehen von 10 Tagen in denen wir durchgehend gut 10 Std. am Tag gearbeitet haben, haben wir dank des Wetters leider mal wieder weniger Stunden machen und somit weniger verdienen können als erhofft. Deswegen auch der lange Aufenthalt… Unser bisschen Freizeit verbrachten wir mit leckerem Kochen (daran habe ich echt Gefallen gefunden), Filme gucken, chillen, Kartenspielen und gelegentlich angeln gehen (wobei Uli meist nicht mitgekommen ist :D).

Nach viel zu langem Warten war es dann aber langsam mal Zeit sich Richtung Norden zu wenden und auf die Nordinsel zu fahren. Und auch wenn der Abschied von den neuen Freunden schwer gefallen ist, sind wir beide glücklich wieder unterwegs zu sein.

Am 13.04. ging es also von Blenheim zur Fähre nach Picton und mit dieser (für meiner Meinung nach viel zu teure 235$) mitsamt dem Van auf die Nordinsel. Die Fahrt war eigentlich recht entspannt, wäre ich nicht Seekrank geworden… jaaa ich und Seekrank. Ich habe keine Ahnung wie das passieren konnte, da ich eigentlich als Kind immer Boot gefahren bin und so. Aber egal, während Uli halb schlafend neben mit sitzt musste ich die Übelkeit über mich ergehen lassen und war sehr froh als wir endlich in Wellington angekommen sind.

Dort fanden wir zum Glück quasi mitten in der Statd einen Parkpatz auf dem wir kostenlos campen durften und warteten gespannt auf den Cyclon der in der Nacht über Wellington ziehen sollte. Jup wir nehmen alles mit, aber „leider“ war das Ganze nicht so stark wie vermutet und außer etwas starkem Wind und Hochwasser haben wir recht wenig davon mitbekommen, alles langweiliger als es sich anhört haha. Unseren nächsten Tag in Wellington verbrachten wir mit ein bisschen Bildung im Te Papa Museum und anschließend leckerem asiatischem Essen. Das Museum war echt klasse und zudem riesen groß und kostenlos. Besonders die Abteilungen über Vulkanismus, Erdbeben und Tiere fand ich super spannend.

Am nächsten Tag sind wir dann weiter Richtung Norden gefahren, um uns mit unserer Blenheim-Freundin Kira zu treffen um mit ihr ihre letzten Wochen auf Neuseeland zu verbringen. Einige hundert Kilometer weiter fuhren wir zum Tongariro National Park um dort zwei Tage später bei gutem Wetter den Tongariro Crossing zu wandern. Dies ist wohl der bekannteste Tagestrack in Neuseeland und führt 19,4 km durch eine wunderschöne Vulkanlandschaft. Für die 19,4 km brauchten wir gute 8 Stunden und gingen dabei Bergauf, bergab, wieder hoch und wieder runter. Als Laufmuffel war das besonders für mich eine echte Herausforderung und ich bin unglaublich stolz das geschafft zu haben. Belohnt wurde ich mit einer einzigartigen Landschaft, farbenfrohen und dampfenden Vulkanseen und dem Anblick vom Mt. Ngauruhoe oder für die Herr der Ringe Fans dem Mt. Doom in Mordor. Aber schaut euch einfach die Fotos an und seht selbst wie wunderschön es dort war.

Heute 3 Tage später leide ich immer noch an Muskelkater aber konnte schon wieder eine leichte 2 Stunden Wanderung am Mt. Taranaki aushalten. Morgen geht es weiter Richtung Waimoto, wo Uli und ich uns eine 5 Std Höhlentour mit Abseilen, Rafting und all son kram gebucht haben :)

Dann werde ich mich auch wieder regelmäßig melden und freue mich über Kommentare von eurer Seite! Bis dahin.

Sonntag, 26.02.2017

Und wieder Arbeit

If you climb into the saddle be ready for the ride.

Hallo aus dem wunderschönen Blenheim!
Ja genau Blenheim, jaaa genau da waren wir schon. Wieso wir hier jetzt wieder feststecken? Najaaa…
Alles fing damit an, dass Uli und ich uns vorgenommen haben wieder arbeiten zu gehen. Nach ein bisschen rumschreiben mit Freunden wollten wir uns mit Veli und Max in Motueka treffen um dort auf den Apfelfarmen Äpfel zu pflücken. Also trafen wir uns und fuhren alle Unternehmen ab um überall zu erfahren, dass es keinen Job gibt bzw. alle Plätze belegt sind. Wir sollten in einer Woche noch mal wieder kommen. Darauf hatten wir keine Lust, also schrieben wir einigen Contractorn in Blenheim und bekamen von Einem die Antwort, dass er einen Job für uns hat und wir morgen rumkommen sollen. Gesagt, getan. Wir fuhren also am nächsten Tag die 3 Stunden mit dem Auto nach Blenheim um dann zu erfahren, dass er die Jobs schon vergeben hatte. Bombenklasse das alles. Gefrustet fuhren wir wieder ins Blenheim Backpackers und trafen dort aaaaalle unsere Freunde vom November und Dezember wieder. Naja nicht alle aber wirklich viele, es war wie ein Wiedersehen nach langer bzw. nicht allzu langer Zeit. Durch Glück (und Connections) fanden wir am nächsten Tag direkt einen Job und starteten am Mittwoch wieder auf den Weingütern. WUHUm frühes Aufstehen und Muskelkater.
Also ja falls ihr die nächsten Wochen nichts hier hört: Wir arbeiten und versuchen Geld zu schöffeln.

Heute haben wir einen großen Familienausflug mit vielen Leuten aus dem Hostel gemacht: zum Rodeo.
Tatsächlich gehört Rodeo zu Neuseeland und ist hier reichlich beliebt. Dank so mancher Youtube-Videos und Berichten war und ist meine Meinung gegenüber Rodeo wirklich kritisch. In USA werden laut Medien die Tiere mit Elektroschocks und anderen Foltergeräten gequält um noch mehr zu Bocken etc. Aber da dies eine kleine Veranstaltung war und man ja bekanntlich nicht nur nach Vorurteilen gehen soll bin ich doch recht gespannt mitgekommen. Die Veranstaltung war mitten in der Pampa und ging ca. 4 Stunden. Da wir etwas spät los gekommen sind hatten wir ein wenig verpasst, kamen aber pünktlich zum ersten Bullenreiten an. Die Bullen (und später Pferde) kommen dazu in kleine Boxen und werden quasi vorbereitet. Dabei bekommen sie zumeist nur ein Seil um den Oberkörper und eins hinten um die Hüfte. In der Box waren alle Tiere wirklich entspannt. Keins wurde geschlagen, verletzt, war nervös oder wirklichem Stress ausgesetzt.
Dann wurde die Box geöffnet und der Reiter musste 8 Sekunden lang auf dem bockenden Bullen bzw. Pferd einhändig draufbleiben. Dabei sorgte hauptsächlich das Seil (man könnte es auch nen  Plüschgurt nennen) um die Hüfte dafür, dass das Tier bockt, denn das mögen sie nicht und wollen es loswerden. Nach 8 Sekunden (mal mehr, mal weniger) war das Ganze auch schon wieder vorbei. Das Seil um den Oberkörper ist automatisch abgefallen und die Tiere liefen recht fröhlich wieder in die Box und bekamen dort das andere Seil ab (wenn es nicht auch schon abgefallen ist). Die Cowboys hingegen mussten teils echt was einstecken und einer der auf seinen Kopf gefallen ist und direkt nach dem Aufstehen wieder umgekippt ist sah nicht besonders happy aus, aber selber Schuld :D. Auch wenn besonders die Pferde echte Luftsprünge gemacht haben, muss ich zugeben, dass keins wirklich gequält oder äußerst gestresst aussah. Neben den Rides gab es noch Barrel Race und andere lustige Attraktionen und dann war der Tag auch wieder vorbei.
Alles in allem bleibe ich dabei, dass Rodeo in irgendeiner Weise Belustigung auf „Kosten“ der Tiere ist, aber zumindest diese Veranstaltung wesentlich weniger schlimm oder brutal war als ich angenommen habe. Tatsächlich war es echt unterhaltsam und die Cowboys haben wesentlich mehr leiden müssen als die Tiere.

Joa wie gesagt wir arbeiten nun wieder für ein paar Wochen und machen uns dann auf zur Nordinsel! WUHU.
Bis dahin

Montag, 13.02.2017

Ein ganzes halbes Jahr...

I'm a traveller, not a tourist. 

Hallöchen aus dem schönen Sommer :)

Ja ich weiß ich habe mich schon wieder nen Monat lang nicht gemeldet, aaaaber… es gibt kein wirkliches aber in diesem Falle. Die nackte Wahrheit ist, dass ich es einfach immer weiter vor mir her geschoben habe. Aber nun ist es ja wieder so weit.

Fast ein halbes Jahr sind Uli und ich schon in Neuseeland. Wie Mama sagen würde „erst ein halbes Jahr…“ wie ich denke „Oh Gott schon ein halbes Jahr?!“ Diese letzten sechs Monate sind für Uli und mich quasi wie im Flug vergangen und kaum ist der Sommer da, ist er auch bald schon wieder vorbei… Die letzten Monate waren mehr als aufregend für uns und ich denke ich kann für Uli und mich sprechen, dass wir hier wirklich einiges Gelernt haben:
Zum einen, dass wir ein super Team sind. Neben minimalen Kabbeleien (meine Unordnung oder was denn heute wieder gegessen wird) haben wir uns hier nicht einmal gestritten oder sind uns auf die Nerven gegangen, was (wie ich finde) auf den wenigen Quadratmetern die wir haben wirklich eine Leistung ist.
Wir haben außerdem eine ganze Menge Selbstständigkeit gelernt. Unterwegs in einem Van, den man sein Zuhause nennt stößt man oft auf Situationen, an denen man am liebsten direkt Mutti (oder Papa) anrufen würde. Da das aber meist nicht geht, bzw. diese bei der Entfernung eh nicht helfen können, lernt man dann halt selber wie man einen Öl- und Ölfilterwechsel macht, wie man die quietschende Schiebetür repariert oder wie viel Druck die Reifen brauchen. Und wenn alles nichts hilft fragt man halt irgendwelche Kiwis ob sie einen helfen können.
Außerdem haben wir gelernt uns zu organisieren. Und ja ich bin immer noch ein Kaos-Mensch (an Mama), aber so ganz ohne Organisation wird der Trip schwer bzw. Kostspielig. Wann und wo können wir Wasser und Gas auffüllen? Wann wird was gekocht und wo ist der nächste günstige Supermarkt? Sind alle Vorgaben fürs Auto noch aktuell? Und so weiter und so fort.
Das wichtigste aber, was ich mit kompletter Sicherheit sagen kann, ist dass dies die beste Entscheidung war, die ich treffen konnte! Ich liebe und genieße jeden einzelnen Tag hier. Die kleinen Einschränkungen im Komfort (nicht allzu gemütliches Bett, keine Heizung im Winter, jeden Tag Geschirrspülen) werden durch die vielen Erlebnisse und durch dieses wunderschöne Land mehr als wettgemacht.
Auch wenn ich meine Familie und Freunde vermisse geht es mir hier bestens und ich fühle mich super wohl!!!

So genug gequatscht. Wer jetzt noch Lust hat zu lesen, darf auch noch erfahren, was im letzten Monat alles bei uns passiert ist.

Während Uli den ganzen Januar gefühlt nur am Fels hing (im wahrsten Sinne des Wortes), hatte ich durchs wwoofen eine sehr schöne Zeit in einer wundervollen Familie mit ebenso tollen Tieren. Neben den 13 Pferden leben dort noch die Hunde Zac und Phibie sowie die Katze Midnight. Mein Tagesablauf war entspannend simpel: Normalerweise bin ich so gegen 8-9 Uhr aufgestanden, habe mich um die Pferde gekümmert, etwas Garten oder Hausarbeit gemacht, Essen vorbereitet und bin geritten. Primär auf einer 4 Jährigen Quarterhorse Stute namens Slipper, die Gail und ich angefangen haben einzureiten. Abend wurde etwas TV geguckt und dann gings auch wieder ins Bett…
Laaaaaangweilig denken sich bestimmt einige von euch und ja das Traveln ist sicher aufregender, und ich kann mehr berichten, aber ich hatte eine tolle Zeit, die ich nicht missen wollen würde, eine wundervolle Neuseeland-Familie (die ich unglaublich vermissen werde) und super viel zum Thema Reiten und Arbeit mit Pferden gelernt.

Nach ca. einem Monat war meine wwoofing-Zeit bei Gail und Graeme schon wieder vorbei, doch die Wiedersehensfreude mit Uli war groß. Da wir herausgefunden haben, dass die Straße von Chritchurch nach Kaikoura, welches ja recht stark vom Erdbeben betroffen war, wieder offen ist, beschlossen wir genau dort hin zu fahren und unseren quasi verpassten Weihnachtsurlaub (haha Urlaub im Urlaub) nachzuholen. Ein paar seeeehr entspannte Tage dort krönten wir an unserem letzten Tag mit dem so ziemlich besten Erlebnis, welches ich gefühlt in meinem ganzen Leben hatte: Delfin schwimmen im Meer!
Bei einem sonnig-warmen Tag mit 24 Grad und einem wundervoll glatten Meer fuhren wir mit einer nicht allzu großen Gruppe (endlich mal ohne Asiaten, die anscheinen wirklich nicht schwimmen können) aufs offene Meer. Nach ca. 20-30 Minuten fanden wir bzw. die Crew vom Dolphin-Encounter die erste Delfingruppe von ungefähr 100-150 Duskydelfinen. Bewaffnet mit einem dicken Neoprenanzug, Schnorchel und Flossen, hopsten wir alle mitten in die Gruppe der Delfine. Wie wir zuvor gelernt hatten, war unser Job, die Delfine mehr zu bespaßen als anders herum. Sprich je interessanter man für die Delfine ist, desto näher kommen sie und desto länger bleiben sie. Also versuchten wir alle krampfhaft die Delfine im recht trüben Wasser zu finden, mit ihnen zu schwimmen und dabei noch lauthals durch den Schnorchel irgendwelche Lieder zu trällern. War für Außenstehende sicher ein Bild für die Götter. Wenn die Delfine das Interesse verloren haben ging es zurück aufs Boot und 3 Minuten weiter zur nächsten Gruppe. Die zweite Gruppe mit der wir geschwommen sind war so ziemlich die neugierigste Gruppe. Die Delfine umzirkelten einen und kamen uns so unglaublich nahe, dass man sie fast berühren konnte. Wirklich ein einzigartiges Erlebnis! Nach 4 Mal ins Wasser und wieder raus wurden dann die Kameras geschnappt und wir fuhren noch gut 20 Minuten mit der Gruppe um die Wette. Die Delfine haben dabei zum Teil riesige Sprünge gemacht und das Wettrennen mit dem Boot sichtlich genossen. Jaaa also bestes Erlebnis überhaupt!

Nach Kaikoura beschlossen wir noch einige Orte erneut zu besuchen, durch die wir in der Vergangenheit etwas durchgehetzt sind, um dann bald langsam die Nordinsel anzupeilen. Auf dem Weg haben wir einige Tage am Lake Pukaki verbracht, dem gefühlt blauesten See den es gibt. Obwohl jeden Tag Regen angesagt war hatten wir täglich blauen Himmel und Sonnenschein und nutzten ebenso einen Tag um zum Mount Cook zu fahren. Der Mt Cook oder auch Aoraki genannt ist mit über 3700 Metern der höchste Berg Neuseelands. Ein wunderschöner Treck führte ca. 2 Stunden vom Parkplatz bis an den Fuß des Berges. Genau dort ist ein Gletscher, der in einem See endet in welchem sogar kleine Eisberge schwammen. Kaum vorzustellen bei gut 25 Grad und Sommer…

Weiter ging es an einen See, an dem ich mal wieder angeln wollte, bzw. es auch getan habe… erfolglos leider. Der See wimmelt nur so von Lachs, welcher dort in einer speziellen Anlage gezüchtet wird und da immer mal wieder einige Tiere entwischen gibt es im See halt auch viele. Somit stellte ich mich neben ein älteres Ehepaar und versuchte mein Glück. Leider warn die Biester aber zu schlau und verhöhnten uns quasi, indem sie vor unserer Nase aus dem Wasser sprangen, aber nie anbissen, weder bei mir noch bei wen anders in der Nähe. Allerdings kam ich mit dem älteren Ehepaar ins Gespräch und diese boten mir an, in Nelson mit ihnen mit dem Boot raus zu fahren zum Angeln. Also doch noch ein erfolgreicher Tag.

Jaaaa und jetzt sind wir in Wanaka, also in der Nähe von Queenstown und brechen bald wieder auf um die Westküste Richtung Wanaka hoch zu fahren.

Jetzt seid ihr endlich wieder alle auf dem Stand der Dinge und ich werde versuchen wieder etwas regelmäßiger zu Bloggen. Bis dahin!

Dusky Dolphin Jump! Mt Cook Awesome Treck to Mt Cook

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