Freitag, 21.04.2017

Zwischen Eis und Feuer

"It is not the mountain we conquer but ourselves" – Edmund Hillary

Okaaaay, okay… Nachdem schon leichte Beschwerden laut geworden sind melde ich mich jetzt auch mal wieder. Aber es gab auch einfach nicht viel zu berichten von der Arbeit. Aber wie immer von vorne.

Dass Uli und ich wieder auf den Weingütern einen Job gefunden haben wusstet ihr ja bereits, somit verbrachten wir über 1,1/2 Monate damit Netze um die Trauben zu spannen, schlechte und falsche Trauben abzuschneiden und schließlich leckere Trauben in riesen Massen zu ernten. Abgesehen von 10 Tagen in denen wir durchgehend gut 10 Std. am Tag gearbeitet haben, haben wir dank des Wetters leider mal wieder weniger Stunden machen und somit weniger verdienen können als erhofft. Deswegen auch der lange Aufenthalt… Unser bisschen Freizeit verbrachten wir mit leckerem Kochen (daran habe ich echt Gefallen gefunden), Filme gucken, chillen, Kartenspielen und gelegentlich angeln gehen (wobei Uli meist nicht mitgekommen ist :D).

Nach viel zu langem Warten war es dann aber langsam mal Zeit sich Richtung Norden zu wenden und auf die Nordinsel zu fahren. Und auch wenn der Abschied von den neuen Freunden schwer gefallen ist, sind wir beide glücklich wieder unterwegs zu sein.

Am 13.04. ging es also von Blenheim zur Fähre nach Picton und mit dieser (für meiner Meinung nach viel zu teure 235$) mitsamt dem Van auf die Nordinsel. Die Fahrt war eigentlich recht entspannt, wäre ich nicht Seekrank geworden… jaaa ich und Seekrank. Ich habe keine Ahnung wie das passieren konnte, da ich eigentlich als Kind immer Boot gefahren bin und so. Aber egal, während Uli halb schlafend neben mit sitzt musste ich die Übelkeit über mich ergehen lassen und war sehr froh als wir endlich in Wellington angekommen sind.

Dort fanden wir zum Glück quasi mitten in der Statd einen Parkpatz auf dem wir kostenlos campen durften und warteten gespannt auf den Cyclon der in der Nacht über Wellington ziehen sollte. Jup wir nehmen alles mit, aber „leider“ war das Ganze nicht so stark wie vermutet und außer etwas starkem Wind und Hochwasser haben wir recht wenig davon mitbekommen, alles langweiliger als es sich anhört haha. Unseren nächsten Tag in Wellington verbrachten wir mit ein bisschen Bildung im Te Papa Museum und anschließend leckerem asiatischem Essen. Das Museum war echt klasse und zudem riesen groß und kostenlos. Besonders die Abteilungen über Vulkanismus, Erdbeben und Tiere fand ich super spannend.

Am nächsten Tag sind wir dann weiter Richtung Norden gefahren, um uns mit unserer Blenheim-Freundin Kira zu treffen um mit ihr ihre letzten Wochen auf Neuseeland zu verbringen. Einige hundert Kilometer weiter fuhren wir zum Tongariro National Park um dort zwei Tage später bei gutem Wetter den Tongariro Crossing zu wandern. Dies ist wohl der bekannteste Tagestrack in Neuseeland und führt 19,4 km durch eine wunderschöne Vulkanlandschaft. Für die 19,4 km brauchten wir gute 8 Stunden und gingen dabei Bergauf, bergab, wieder hoch und wieder runter. Als Laufmuffel war das besonders für mich eine echte Herausforderung und ich bin unglaublich stolz das geschafft zu haben. Belohnt wurde ich mit einer einzigartigen Landschaft, farbenfrohen und dampfenden Vulkanseen und dem Anblick vom Mt. Ngauruhoe oder für die Herr der Ringe Fans dem Mt. Doom in Mordor. Aber schaut euch einfach die Fotos an und seht selbst wie wunderschön es dort war.

Heute 3 Tage später leide ich immer noch an Muskelkater aber konnte schon wieder eine leichte 2 Stunden Wanderung am Mt. Taranaki aushalten. Morgen geht es weiter Richtung Waimoto, wo Uli und ich uns eine 5 Std Höhlentour mit Abseilen, Rafting und all son kram gebucht haben :)

Dann werde ich mich auch wieder regelmäßig melden und freue mich über Kommentare von eurer Seite! Bis dahin.